Schicksal - oder was hätten wir besser machen können?

Gestern stand ich im Hausflur und überlegte, wo die Sonnencreme sein könnte. Die Kids waren im Garten. Waren eben von den Großeltern gebracht worden. Ich entschied mich dagegen, nach oben zu gehen und da zu suchen. Sondern nahm den Schlüssel vom Brett und wollte die Tube aus dem Auto holen. Ich öffnete die Haustür und sah meinen Einjährigen vom Bürgersteig klettern. Auf dem Weg, zwischen zwei parkenden Autos, auf die Straße zu treten. Ich schrie und rannte los. Durch einen dummen Zufall wurde vergessen, das vordere Tor zu schließen. Und durch einen mindestens genauso dummen Zufall, hatte ich mich gegen den 1. Stock und für das Auto entschieden.

 

 

Was hätte ich besser machen können?

 

 

Unsere Gartentore sind immer zu. Die Kinder können diese selbstständig auch nicht öffnen. Die Babys also nie unbeaufsichtigt zu lassen? Sollte man meinen, bei einem Einjährigen und einer Zweijährigen. Aber die Realität ist nun mal, dass man andauernd etwas aus dem Haus braucht. Also ab jetzt jedes Mal beide Kinder mit reinnehmen? Werde ich sicherlich nicht lang durchhalten. Wer reißt schon zwei panierte Sandmäuse aus dem vertieften Spiel, weil er mal kurz Pipi muss. Oder eine Wasserflasche holen will. Sind doch nur Sekunden.
Dann wenigstens aber vorher die Tore kontrollieren. Nur wisst ihr, es gibt tausend Gefahren, die unerwartet eintreten können. Auf die Idee, dass das Tor offen ist, kam ich auch nicht.

 

Will sagen: ich denke es ist unmöglich an alle Eventualitäten zu denken. Das Leben kommt einfach dazwischen. Es ist Schicksal.

 

Als meine Familie mich zum Flughafen brachte, hatte mein Mann die Kinder und ich wollte einchecken. Dann kam das Schicksal dazwischen. Der so gut vorbereitete Plan zerbrach und mein Flug war annulliert. In einer Diskussion mit dem Flughafenpersonal und mir, war mein Mann für eine Millisekunde abgelenkt. Das langte unserem Räuber, um die Ecke zu verschwinden. Außer Sichtweite. Eben war noch das allerwichtigste diesen Flug umzubuchen und plötzlich war es scheiß egal. Alles war egal: „Wo ist mein Baby?“ Im Endeffekt war er nur 2 Meter von uns entfernt, an einer Wand. Der Winkel war so blöd, dass wir ihn nicht direkt sahen. Unsere Suche dauerte auch keine 10 Sekunden. Es war aber genug Zeit für mich, in einer Masse aus fremden Menschen, mich urplötzlich völlig verloren zu fühlen. Sowas hatte ich noch nie erlebt. Als würde dein Herz einfrieren. Meine Reaktion? Ich befahl sofortigen Abbruch und schickte meine Familie heim. Weg vom Chaos des Flughafens.

 

 

Was hätte ich besser machen können?

 

 

Einiges. Aber ich war auf ein wichtiges Gespräch konzentriert. Und mein Mann war besorgt, wegen meines Fluges und meiner Reise. Er hatte keine 5 Sekunden hochgeschaut. Was ich gelernt habe? Nie wieder ins Gedränge ohne Trage, angeschnallt im Kinderwagen oder Leine. Ja, ich hab Leine gesagt. Ist mir vollkommen egal, welche Menschenrechts-Verletzungen ich da begehe. Aber ich will dieses: „Mein-Kind-ist-weg-Gefühl“ nie wieder haben. Da lass ich mich lieber shitstormen.

 

Ich war nie eine Helikopter Mutter. Und werde auch nie eine sein. Aber es gibt ein paar Situationen, die ich auf jeden Fall vermeiden will. Grob zusammengefasst: Ich will kein Kind verlieren.

 

Mein Sohn klettert für sein Leben gern überall hoch. Und so kam es, dass das Kind, das noch nicht mal laufen kann, sich am Bidet hochzog und versuchte über die Heizung auf das Badfensterbrett zu kommen. Das Dachfester stand weit offen und ein Sturz wäre lebensgefährlich gewesen. Nie hätte ich gedacht, dass eins meiner Kinder da hochkommt. Eigentlich unmöglich. Mein Sohn sah das anders und ich erwischte ihn, bei dem Versuch.

 

 

Was hätte ich besser machen können?

 

 

Muss ich als Mutter, bei allem was ich tue, immer abwägen, ob meinen Kindern etwas zustoßen kann? Ja! Aber hey, das ist im Alltag echt eine Aufgabe. Ich bin dazu übergegangen das Klettern meines Sohnes nicht zu unterbinden. Sondern zu fördern. Wir gehen regelmäßig ins Kinderturnen und ich lasse ihn überall hoch. Ich lasse ihn auch stürzen. Aus Höhen, deren Gefahr ich meine, abschätzen zu können. Eine riskante Sache. Aber ich habe das Vertrauen, dass mein Sohn lernt sich und sein Können einzuschätzen. Diese Nummer hat uns schon viele blaue Flecken und blutige Lippen eingefahren. Aber auch Sicherheit gegeben. Ihm und mir. Er ist mit seinem Einen Jahr schon deutlich fitter, als seine 14 Monate ältere Schwester. Ich hoffe, dass er in der nächsten gefährlichen Situation, die unweigerlich auf jeden Bub mal zukommt, abschätzen kann, ob das wohl „aua machen wird“ oder nicht.

 

Gestern kam im Radio, dass ein Dreijähriger durch die Feuerschutztür des Kindergartens entwischte und im Koiteich des Nachbarn ertrank…

 

Was hätten die Erzieher besser machen können?

 

 

Noch niemals kam ein Kind soweit. Durch zwei Personalräume, bis hin zur unabgeschlossenen Sicherheitstür. Keiner konnte mit dieser Situation rechnen. Auch können Erzieher nicht immer alle Kinder im Blick haben. Oder doch? Müssen sie das? Ist genau das ihre Aufgabe? Oder war es Schicksal. Eine Aneinanderreihung unglücklicher Umstände, mit dem Resultat eines ausgelöschten jungen Lebens und einer zerstörten Familie.  

 

Letztes Jahr starb eine Vierjährige in einer Kita in Baden Württemberg. Sie erstickte beim Mittagessen an einer Gnocchi.

 

 

Was hätten die Erzieher besser machen können?

 

 

Sie hatten alle einen Erste Hilfe Kurs. Sie waren vorbereitet. Doch das Leben kam dazwischen. Der gerufene Notarzt, konnte nicht suffizient helfen. Der nachalarmierte Kindernotarzt kam nicht mehr rechtzeitig. Der Schaden des unterversorgten Gehirns war bereits zu groß und die Kleine verstarb am nächsten Tag im Krankenhaus.

 

Warum quält euch die Massa so? Warum erzähle ich Euch von meinem Gedankenkarussell? Und wie schaffe ich es trotzdem, mein Kind tagtäglich mit einem guten Gefühl, in eine Fremdbetreuung zu geben? Ich habe Vertrauen. In das Schicksal und in Gott. Ich glaube, dass wir alle unseren vorgeschriebenen Weg haben. Wir werden alle sterben, eines Tages.

 

 

Lass mal so Leben, als wäre das unser letzter Tag. Lass uns genießen jeden Moment zusammen. Lass uns abends zusammen beten und danke sagen, für das was wir haben. Denn wir können dem Grauen da draußen nicht entkommen. Irgendwann holt es uns alle ein. So ist das Leben. Sicher nicht fair, aber doch so oft, so schön.

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 15
  • #1

    fraeulein_raupe (Donnerstag, 11 Mai 2017 10:55)

    Ich bin Überzeugt, dass Kinder ganz besonders starke und aufmerksame Schutzengel haben. So oft gab es hier schon gefährliche, todesmutige und grenzwertige Situationen und niemals ist etwas schreckliches Passiert. Nur manchmal schafft es eben auch der stärkste Engel nicht.

  • #2

    Charlotte (Donnerstag, 11 Mai 2017 10:57)

    Warum bewertest du es denn als doofen Zufall, dass du dich fürs Auto und gegen den 1. Stock entschieden hast? Hättest du lieber nicht gewusst, dass die Tür offen ist, um dir in Zukunft Sorgen zu ersparen? Ich kann dein Gedankenkarussel gut nachvollziehen und glaube auch, dass der einzige sinnvolle Weg daraus durch Vertrauen führt. Vertrauen deinem Kind gegenüber, dass es lernt, auf sich selbst zu achten. Ich bezeichne mich auch nicht als Helikoptermama, aber ich weiß, dass meine Kinder viel mehr behütet sind, als ich es früher war, einfach, weil die Strukturen heute anders sind. Ich glaube aber auch, dass es den Kindern gut tut, mal ohne Beobachtung zu sein. Und alle schlimmen Beispiele, die du nennst, and zum Glück vor allem eins: Ausnahmen.

  • #3

    Tina (Donnerstag, 11 Mai 2017 11:11)

    Du sprichst mir aus der Seele. Meiner wird jetzt sechs, trotzdem kommen in einigen Momenten diese brenzlichen Situationen hoch. Was wäre, wenn es das nächste Mal nicht so gut ausgeht? Unvorstellbar. Wir haben sie auch gehabt, Momente, die sich eingebrannt haben. Mir war nie bewusst, dass ich im Leben einmal solche Angst und Panik haben werde. Mit 1,5 Jahren wäre er fast in ein eingebuddeltes Wasserloch gefallen. Wir waren zu Besuch bei Freunden. Er lief um das Haus und jeder sagte, ach da kann schon nix passieren. Er kommt anders herum wieder. Die Tonne war auch dicht und der Deckel drauf. Ich bin trotzdem los, warum auch immer und konnte ihn gerade so noch rausziehen und halten. Dieser Moment hat sich eingebrannt und jagt mir auch jetzt noch einen Schauer über. Wir hätten nämlich nicht in dieses Fass gepasst bzw. hätten keine Chance gehabt. Trotzdem versuche ich ihn selbstbewusst zu erziehen und übertrage ihm immer mehr Aufgaben. Auch wenn die Angst unterbewusst da ist, darf ich sie ihm nicht zeigen. Er soll sich austesten und seine Grenzen kennenlernen. Bis zu einem gewissen Grad, denn meine Hände und Füsse sind über die Jahre flink geworden und meine Sinne geschärft. Es wird mit den Jahren einfacher, dennoch auch mit sechs ist er ein unbedachtes Kind, tollpatschig und macht sich über viele Folgen keine Gedanken. Ich denke mit 13 sind wir damit übern Berg und dann kommen andere Gefahren....

  • #4

    Anna-Maria (Donnerstag, 11 Mai 2017 11:21)

    Als Eltern sollte man so gut es geht sein Bestes geben. Doch auch wir machen Fehler und denken auch nicht immer an alles. Wie soll das auch klappen, da wird man irre bei wenn immer alles gescannt werden muss um eventuell eine Gefahr zu erkennen. Schlussendlich liegt es nicht in unserer Hand wie unser Leben verlaufen soll. Es bleibt nur zu hoffen das jemand dort oben auf uns und unsere Schätze aufpasst. Der Gedanke beruhigt mich, wenn das Karussell mal wieder durchdreht.

  • #5

    KathrimHardy (Donnerstag, 11 Mai 2017)

    Hast du ganz toll geschrieben! Es trifft einfach so oft zu...

  • #6

    Isabelle (Donnerstag, 11 Mai 2017 13:13)

    Gänsehaut und das ein oder andere Tränchen (Offener Fingerbruch an der Innenseite der schweren Wohnungstür beim kleinen Sohn...der Küchenwecker klingelte. Er dachte es sei die Tür,die er noch nie alleine aufgemacht hatte,ich hole den Kuchen raus und dann kam DER Schrei....und das Blut....überall. der Rettungswagen weigerte sich zu kommen...es war krass. ABER der Finger wurde gerettet...1cm weiter durch die Tür und er wäre abgetrennt gewesen...nunja) Glück im Unglück. Schicksal. Irgendwas. Aber es hilft nichts. Dankbarsein. Wachsam. Ja. Aber du hast recht. Irgendwo zwischen Schicksal,Zufall,Lebensweg. Und ich bin froh,dass einem das oft nicht bewusst ist. Da würde man doch irre. Wir hatten den Sohn verloren im Zoo...zwei Sekunden nicht geschaut. 10 Minuten die schlimmsten Gefühle beim Suchen. Mit vier geht die Leine nicht mehr. Oder die Trage. Wir machen jetzt immer Treffpunkte aus. Für den Notfall. Aber dieses Gefühl. WILL ICH NIE MEHR

  • #7

    Sabiralein (Donnerstag, 11 Mai 2017 14:16)

    Wahre Worte.
    Man kann nicht immer überall sein. Und selbst wenn. Es passieren auch Dinge obwohl du direkt neben deinem Kind stehst.
    Selbst schon erlebt. Als Mami und als Erzieherin....
    Ich finde es gut das du deine Gedanken hier aufgeschrieben hast. Egal wie mies und negativ es sich liest. So ist leider das Leben. Es können immer Dinge passieren die einem das komplette Leben ruinieren.
    Das Schicksal ist nunmal ein mieser Verräter.
    Man kann immer nur hoffen das der Schutzengel des Kindes schneller ist und das gröbste Auffängt.
    Und trotzdem sollte man jeden Tag ohne Angst genießen. Denn Ja, sterben werden wir alle mal

  • #8

    Perfektunperfektemuddi (Donnerstag, 11 Mai 2017 14:33)

    Das ist einer der besten Berichte seit langem. So herrlich ehrlich, genau so ist die Realität. Ich saß vor kurzem direkt hinter meinem Sohn als der sich an der Rückenlehne hochgezogen hat, wäre nie im Leben drauf gekommen dass er es mit seinen neun Monaten schafft da drüber zu kommen. Wollte noch ein lustiges Video machen wir er sich hochzieht und schwupps stößt er sich volle karacho ab und landet auf meiner Fensterbankdeko. Ergebnis ist eine blaue Backe und ein herzkasper bei mir. Auch das mit der Leine find ich in so Situationen absolut nicht schlimm. Was ist denn der Unterschied dazu ob das Kind "festgeschnallt" im Buggy sitzt, oder sich in gewissem Radius "frei" bewegen kann.

  • #9

    Mama der XXL Familie (Donnerstag, 11 Mai 2017 19:26)

    Ich bin kein sehr sentimentaler Mensch, der schnell anfängt zu weinen wenn ihn etwas berührt. Ich habe hier schon viele bewegende Geschichten gelesen, sei es in der Freitags Kolumne oder deinen eigenen Beiträge, aber noch nie hatte ich, wie jetzt gerade, Tränen in den Augen...
    Danke für diesen Gedankenaustausch!

  • #10

    Katja (Donnerstag, 11 Mai 2017 19:45)

    Danke für den Bericht. In der letzten Zeit finde ich immer schlecht in den Schlaf, weil auch mein Gedankenkarusel fährt. Dieses was wenn den Kindern dieses oder jenes passiert. Was wenn der Große der Kleinen Legosteine gibt. Was wenn er stürzt. Was wenn sie eines morgens nicht aufwacht. Was wenn sie von bösen Menschen weggefangen werden.
    Ja, wir Eltern müssen wachsam sein und sie so gut wie möglich gegen Gefahren rüsten. Und doch sind wir auch nur Menschen und nicht Gott. Ich hoffe inständig, dass eine höhere Macht ihre schützenden Hände über ihnen hat. Denn so oft hatten wir ja auch Glück und brenzlige Situationen gingen glimpflich aus. Ich kann nur beten, dass es weiter so bleibt.

  • #11

    Erika (Freitag, 12 Mai 2017 10:32)

    Amen �
    Was du da geschrieben hast ist wahr, man weiß nicht was das Schicksal einem bringt .

  • #12

    Katharina (Freitag, 12 Mai 2017 21:44)

    Vielen Dank für dein Gedankenkarussell - solche Situationen kommen leider vor, bei dem Versuch einen Spagat zwischen Kindern und Alltag zu bewerkstelligen.
    Der 2 1/2 jährige spielt mit dem Papa verstecken, rennt, stolpert und fällt mit dem Kopf gegen die Rippen Heizung. Er schrie, mein Mann rief panisch nach mir - alles war voller Blut. Selbst jetzt wird mir noch anders, wenn ich an diese Angst zurückdenke...

    Keinen Monat später, wir sind bei meiner Schwester, mein Sohn will unbedingt zu seinem Couseng in den 1. Stock zum Spielen. Ich rufe ihm noch hinterher, dann weinen die Zwillinge (zu diesem Zeitpunkt ein halbes Jahr) und ich vergesse plötzlich dem Großen hinterher zu gehen. Ein Poltern, dann das Schreien. Er wollte wieder runter, ist abgerutscht und 14 Stufen runter gefallen (zum Glück ist außer blauen Flecken und einer geschwollenen Wanhr nichts passiert).

    Was den Zwillingen schon (beinahe) passiert ist, daran will ich gar nicht denken! Schwups, steht Zwerg auf der Treppe und krabbelt nach oben, während ich Lotte's Finger aus dem Küchenschub befreie, den sie sich eingeklemmt hat. So oft habe ich das Gefühl, mein Herz würde stehen bleiben - doch man lernt aus Fehlern und wie du schon schreibst - man MUSS einfach ein wenig Vertrauen haben.

  • #13

    Carmen (Freitag, 19 Mai 2017 14:32)

    Ganz toll geschrieben. Sehe ich auch so. Wir müssen einfach vertrauen. Jeder gibt sei Bestes. Man kann aber nicht immer alles unter Kontrolle haben

  • #14

    margareta-walter@t-online.de (Freitag, 19 Mai 2017 19:36)

    Ein toller Blogbeitrag und so wahr! Hier sind die Kinder sogar mal alleine draußen im Garten - die Tore können sie zum Glück nicht öffnen, aber Gefahren gibt es sicher hier und dort. Neulich fiel die Kleine vom Trampolin. Sie kommt da gar nicht alleine hoch aber holte sich dann einfach einen Hocker und ging alleine springen. So ist das. Ist nix passiert, aber man will sich gar nicht ausmalen, was passieren könnte. Sie ist den ganzen Tag im Garten (drinnen ist es ihr langweilig) und ich muss einfach mal rein zwischendurch, also tigert sie draußen auch mal ein paar Minuten alleine rum. So ne Leine finde ich schon krass, setz den Lütten lieber auf Papas Schulter *lol*

  • #15

    Anne Freitag (Dienstag, 04 Juli 2017 12:59)

    Oh neee Massa... jetzt weine ich gerade. Deinen Gedanken sehr ähnliche habe ich gelegentlich auch.Und traue mich nicht sie zu denken denn es tut weh darüber nachzudenke was wäre wenn was passiert. Aber auf der anderen Seite muss man auch abwägen wie kritisch die Situation tatsächlich ist… Wäre dort kein Teich gewesen wäre das Kind nicht ertrunken, wäre das Kind auf die Straße gerannt der Autofahrer aufmerksam gewesen wäre nichts passiert, hätte eine Nachbarin das beobachtet wäre schnell zu Hilfe geeilt wäre auch nichts passiert. Es ist wirklich eine Aneinanderreihung vieler vieler Eventualitäten, Zufälle und so weiter. Und das kann einen doch total kirre machen, wenn man darüber weiter denkt deswegen traue ich mich auch nie diese Gedanken weiter zuspinnen was alles sein könnte, denn sie kosten mich auch wirklich Kraft.Aber du hast recht auch ich habe Vertrauen in das Leben... aber noch etwas: wenn man versucht sein Kind dauernd vor allen lauernden Gefahren zu beschützen, schränkt man es aber auch zeitgleich ein. Und es kostet eine Mutter, Erzieherin, Oma, sonstige Betreuungspersonen wahnsinnig viel Kraft Immer immer 100% aufmerksam zu sein. Das ist Sau anstrengend.