Hey Massa, wann gehst Du wieder arbeiten?

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Auf die Fresse fallen kann weh tun.

Wann beginnt Aufopferung und wann geht man daran kaputt?

 

Ich war immer fest davon überzeugt meine Kinder vor drei Jahren nicht in den Kindergarten zu geben. Weil „dafür habe ich ja keine Kinder bekommen!“ Allerdings war ich da auch noch keine Mutter, als ich diese Parolen schwang. Seit 2014 bin ich zu Hause. Zunächst mit einem Kind war das sogar phasenweise richtig Urlaub. Bis dato hatte ich im Schichtdienst gearbeitet, studiert oder war beruflich viel in Deutschland unterwegs. Ich war so richtig fleißig und bussy gewesen. Aber der positive Stress war gut für mich. Und ich habe das Auspowern geliebt. Heute blicke ich auf drei Jahre "Heimchen am Herd" zurück. Ich habe 14 Monate nach der Ersten Geburt noch ein Kind bekommen. Und das war logistisch gesehen keine große Umgewöhnung. Bin ich doch eh zu Hause. Wechsel ich doch eh Windeln. Wir suchten und fanden eine großartige Krabbelgruppe, aus der richtige Freundschaften entstanden. Den Sommer 2016 verbrachte ich im Liegestuhl mit zwei Babys im Gras. Aber dann kam der Herbst und die „Drinnen-Zeit“ begann. Die Krabbelgruppe löste sich auf und gebar ihr jeweils zweites Kind. Der Rest der Mütter ging wieder arbeiten. Die Kids allesamt in die Kita. Wir nicht. Ich hab zwar gemerkt, dass meine Tochter mit 2,5 Jahren absolut reif wäre. Aber die Stadt rückte keinen Platz raus. „Frau Massa, Sie sind doch eh dahoam.“ Man konnte richtig zusehen, wie wir uns von Wochenende zu Wochenende zu Feiertagen zum Urlaub hangelten. Aber jetzt bin ich ausgebrannt. Meine Tochter wird im Sommer drei Jahre alt und ich muss endlich mal wieder was anderes machen wie Aramsamsam singen. Leider ist das mit einem Einjährigen gar nicht mal so einfach. An guten Tagen kann ich diese Leere in mir weglächeln und mit strahlenden Kinderaugen füllen. An Tagen wie gestern, wo Schub auf Schub, auf Zähne, auf Bocken trifft nicht. Dann wünschte ich, ich hätte Unterstützung. Einen geregelten Tagesablauf und eine liebevolle Tagesmutter. In der Vergangenheit habe ich die Vorzüge von zwei Kindern, nah beieinander geboren, gefeiert. Aber es gibt sie: Die Schattenseiten. Ida ist längst überfällig für eine Außerhausbetreuung. Vince viel zu klein. Er hat so eine anstrengende Mamaphase gerade, dass ich noch nicht mal zwei Meter weg kann von ihm. Aber es gibt Licht am Ende des Tunnels. Ab 1. März beginnt ihre Eingewöhnung. Ab Oktober die von Vince und dann… Dann kommt meine Zeit wieder. Aber bis dahin? Wir haben gerade eine Durststrecke und ich habe viel dazugelernt. Über mich, meine Grenzen und das halt nicht immer eitel Sonnenschein herrscht. Ich habe mich intuitiv auf andere verlassen und wurde eines Besseren belehrt. Im Versprechen sind wie alle groß. Aber wenn man dann unerwartet an den Punkt kommt seine Zusagen einzulösen, dann merkt man, dass man dafür ja was entbehren muss. Und dann wägt man ab. Ist mir das wichtig genug? Möchte ich für diese Sache Zeit hergeben. Ich lerne gerade, dass ich mich nur auf mich verlassen kann. Und dem Gegenüber seinen Egoismus nicht zum Vorwurf machen darf. Denn ich kann andere nicht ändern. Ich kann niemand zwingen, der Realität ins Auge zu blicken. Ich muss mein Gegenüber annehmen und seine Entscheidungen respektieren. Ich muss für mich unabhängig eine Lösung finden. Alltag, Haushalt, Kindheit und Job zu vereinbaren. Und ich muss mich von der Wunschvorstellung lösen, dass meine Kinder erst mit drei Jahren wildfremd betreut werden. Ich gehe vor die Hunde, wenn ich weitere zwei Jahre hier sitze.

 

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Wir haben einen Plan-Eine Tagesmutter muss her...

Instagram Post:

"Ich glaube ich habe eine Lösung. Uns stehen spannende Zeiten bevor, das sagt mir mein Bauchkribbeln.

Ab ca Mitte April ist meine Tochter ganztags im Kindergarten eingewöhnt. Von 5 Tagen wird sie an zweien dort schlafen und essen. Ich werde sie dann nach Job-Ende um 14 Uhr irgendwas abholen. (mich beruhigt das Wissen, dass sie auch bis 16:30 Uhr da bleiben kann. Sollte ich mal mit Grippe im Bett liegen oder an meinem Blog arbeiten müssen oder einen Friseurtermin wahrnehmen dürfen.)

An diesen zwei Vormittagen geht mein kleiner Mann mit 18 Monaten zu einer Tagesmutter. Von 10 Uhr bis 14 Uhr. Soweit der Plan.

Mit 2 Jahren geht auch er dann in den Kindergarten.(Oktober) Wir haben dann tatsächlich eine Tagesmutter, die wir kennen und der wir Vertrauen. Und die für uns da ist wenn der Kindergarten zu ist. Weil wegen Norovirus, Läusen oder Betriebsausflug. #planB
So müssen mein Mann und ich später auch unseren Urlaub nicht aufteilen, dass die Kinder unter sind. Denn ja ich möchte nicht für immer zu Hause sitzen und das Geld meines Mannes ausgeben. Ich würde gern wieder irgendwann in meinem alten Beruf arbeiten und das Geld meines Mannes ausgeben. Viele von euch werden jetzt sagen:" was nützen dir diese zwei Vormittage du verdienst das Geld doch eh nur und gibst es direkt der Tagesmutter." Wisst ihr :mein Kindergeld geht auch direkt zu DM. Und allein die Vorstellung dass ich bald wieder einen Grund habe Make-up zu benutzen macht mich ganz hibbelig. Zwei Vormittage mit Erwachsenen sprechen ohne Kinderplärren, hört sich für mich nach 3 Jahren Babyknast so dermaßen geilomat an
."

 

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Kommando zurück

Da war er der Samstag. Der Erste Arbeitstag. Und ab Montag beginnt eigentlich die Eingewöhnung bei der Tagesmutter. Wir denken nämlich dass wir dann evtl. zum 1.März schon so weit sind, dass der Babymann alleine bleiben kann für eine Stunde. Dann kann ich nämlich mit der Großen in Ruhe zur Eingewöhnung in die KITA.

 

Hört sich nach dem perfekten Plan an, oder? Und ab April hoffte ich bereits 2 Vormittage unter der Woche arbeiten zu können. Der Weg dahin war nicht unkompliziert. Erst mal zum Jugendamt. Denn die organisieren die Tagespflege. Es folgten mehrere Beratungsgespräche und Termine zum Kennenlernen der Tagesmütter. Auswahl einer Betreuerin und Aushandeln des Vertrags. Dann ging es darum, 37287 Anträge auszufüllen. Auch mussten die Arbeitgeber ihr „ok“ geben. Einmal zum Nebenjob in der Elternzeit, denn ich will nicht direkt wieder zurück in die Klinik. Und natürlich auch die Bestätigung über den Neuen Job. Und als Krönung des Ganzen ist unsere Stadtverwaltung „dem Haus, das verrückte macht“ auch noch sehr ähnlich [Asterix und Obelix]

 

Long story short: Was ein Act.  Eine Tagesmutter zu bekommen ist ein riesen Aufwand. Ich will verdeutlichen, dass diese ganze Sache echt durchdacht war und lang überlegt. Und tatsächlich gut geklappt hat. Alle verschiedenen Institutionen waren nett und hilfreich. Und ich übertreibe nicht, wenn ich sage: dass die endgültige Tagesmutter eine „bessere“ Mutti ist als ich. Es würde meinem Sohn da richtig gut gehen.

 

 

 

Und doch habe ich mich dagegen entschieden. In einer Hauruck-Aktion alles abgesagt. Und nachdem letzten Telefonat war ich wie befreit. Ein riesen Stein fiel von mir ab und ich musste erst mal durchschnaufen. „Was war das denn jetzt?“ – fragte ich mich.  Ich kann es nicht in Worte fassen. Vermutlich war es mein Bauchgefühl. Die Ratio war absolut überzeugt. So wie eigentlich jeder in meinem privaten Umfeld, auch ihr.

 

Tja und was ist nun? Ich widme mich meinen Kindern. Gebe Ida die Zeit, die sie für ihre Kita Eingewöhnung braucht. Und genieße die Zeit mit meinem Sohn. Denn bisher waren wir ja immer zu dritt oder viert. Und mich wundert, dass sein erstes Wort „Mama“ war und nicht „warte“. Ihr versteht?

 

Bis Oktober bleib ich mit ihm zu Hause. Wir suchen uns eine neue Krabbelgruppe und ich melde ihn zum Kinderturnen an. Wenn er dann im Herbst zwei Jahre alt wird und reif ist darf er zu seiner Schwester in die Kita. Und die Massa geht zurück in die Klinik.

 

Ja, vielleicht war ich feige. Ich hätte es zumindest ausprobieren können. Aber mein Bauch sagt nein. Und man kann sich nicht gegen seine Intuition stellen. Ich kann das nicht.

 

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Valentinstag-ein Grund zu feiern?

Feiert ihr den Valentinstag? Oder anders: Braucht ihr einen festgeschrieben Tag um Eure Liebe zu zelebrieren? Ich will hier gar keine Grundsatzdiskussion vom Knie brechen. Denn auch ich bin Fan von Blumen an 364 anderen Tagen, als an genau diesem. Trotz allem versuche ich jedes Jahr meinem Mann eine kleine Freude zu machen und er mir. Da wir unsere Hochzeitstage eigentlich regelmäßig vergessen, werden wir dank Medien und Shops schon Wochen vorher auf den 14. Februar vorbereitet. Wäre einer so nett, mich an meinen Hochzeitstag zu erinnern, wahlweise auch den Kennenlerntag, dann würde ich natürlich lieber diese persönlichen Feiertage krönen. Aber klarer Fall von: ist nicht. Also zurück zum rosaroten Liebestag. Ich frage mich jedes Jahr aufs Neue: Was kann ich meinem Mann Gutes tun. Über frisch rasierte Beine in nagelneuer Reizwäsche freut sich sicherlich jeder Mann, mir ist das zu anstrengend :) Auch trage ich seit Jahren keine String Tangas mehr und würde mich wohl tierisch unwohl fühlen. Aber das geht hier jetzt gerade in die völlig falsche Richtung.

 

Karten!

Selbstgemacht, mit schönen Worten. Das müsste das perfekte Geschenk sein. Leider kann ich nicht basteln. Keine Laterne, keinen Hampelmann und schon gar keine Seidenpapier Rosen. Ich gehöre eher zum Team: Mit Liebe kaufen. Darin bin ich echt gut. Aber was, wo? Mit Kitsch können wir beide nicht viel anfangen. Rosarote Teddybären an Kussmündern.

 

Geh mir fort.

 

Und daher habe ich euch gleich mal ein paar Karten rausgesucht, die die liebe Christin illustriert hat und die in einem zauberhaften Onlineshop erworben werden können.

 

Die Rede ist von Northnotes  über Truls&Trine.

 

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