Meine Berufung,mein Leben.

Das ist schon klug gemacht. 

Dieses Ding mit dem Vergessen. Ahnungslos zu sein.  Sein Bestes zu geben. Ohne Herzschmerz und Vermissung. Euch zu bekommen, stark zu machen und loszulassen.

Dann kribbeln die Endorphine gleich doppelt so stark, wenn es Dir wieder einfällt. 

Was du bist. 

Wer du bist. 

Und für was jede Faser deines Körpers brennt.

Wenn der Piepser geht. 

Die Kufen den Beton berühren.

Du neben der Trage rennst.

War es die letzten 4 Jahre das dumpfe Pochen des CTGs, das dein eigenes Herz entfachte. Ist es jetzt wieder das schrille Piepsen des Sinusrhythmus, der Dir Extrasystolen schießt.

Das Geräusch automatischer Türen. Der Geruch von Sterilium und Eisen. Das Lächeln bei der Verabschiedung. Der Grund warum ich all das gemacht habe und jetzt wieder machen darf. Kein Beruf, um zu Leben. Meine Berufung, mein Leben. Dein Herzschlag.

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Kommentare: 1
  • #1

    Caro (Samstag, 27 Januar 2018 09:01)

    Liebes, alles was du geschrieben hast erinnert mich an daran wie sehr auch ich meinen Job im Op liebe. Das muss man auch...wo Freud und Leid so nah beieinander liegen! Wie stark du schon in der Notaufnahme warst durfte ich selbst erleben. Habe immer ein wenig zu dir hinauf geschaut und dachte: "So gut will ich auch mal werden"�