Geburtsbericht der lieben Lisa @perfektunperfektemuddi

"Die Geburt"

                   oder auch:

 "Ach stimmt, du hast es dir ja leicht gemacht!"
Es war Mittwochmorgen, der 17.08.16, sieben Uhr. Stefan ist gerade zur Arbeit gegangen, als ich auch wach geworden bin und gemerkt hab dass ich so ein drückendes Gefühl im Unterleib hab. Es hat sich ein bisschen so angefühlt wie der Druck, den man spürt wenn man seine Tage bekommt. Seit Wochen fiebert man dem Tag entgegen an dem es endlich los geht, wenn er aber dann wirklich da ist kann man es 1. nicht glauben und 2. würde man eigentlich doch noch gerne eeeeetwas warten. Vor lauter Aufregung konnte ich dann natürlich nicht wieder einschlafen. Das letzte mal dass ich ausschlafen hätte können!! Hab dann Stefan angerufen und gesagt er kann ruhig Heim kommen, weil wenn es nach mir gegangen wäre, wäre ich natürlich umgehend ins Krankenhaus gefahren, ich hab ja schließlich Wehen. Dass die im Abstand von 15 Minuten kamen hat mich absolut nicht interessiert. Er kam natürlich nicht von der Arbeit heim, selber Schuld... Meine Mutter hat mich dann aber am Telefon wieder etwas runter geholt und gesagt dass ich ruhig noch Daheim bleiben kann solang ich es noch gut aushalte. Okay, bleib ich halt daheim, bekomm ich das Kind halt hier... Allein! Hab mich dann endlich mal aus dem Bett gewuchtet, nachdem ich erst mal jeden um mich rum verrückt gemacht hab. Den restlichen Tag wurde es nicht wirklich spannender und so vegetierte ich auf dem Sofa vor mich hin und hielt tapfer die Wehen aus. Pff gar nicht so schlimm wie alle immer machen, dachte ich mir. Haha hahahahaha, da muss ich grad mal selber lachen wenn ich so drüber nachdenke. Als Stefan dann endlich gegen 16 Uhr kam haben wir uns zum Glück noch was zu essen bestellt. Es sollte eine lange Nacht werden. Ab 18 Uhr wurden die Wehen immer regelmäßiger und in kürzeren Abständen. Gut, ruf ich mal im Krankenhaus an und frag wann ich mal kommen darf/soll. Sie meinte ich solle erst mal in die Wanne gehen und schauen ob die Wehen nicht weg gehen würden. Wenn sie schlimmer werden und in Abständen von fünf Minuten kommen, könnte ich kommen. Alles klar, ab in die Wanne. Scheiß Idee, wurden natürlich schlimmer und sich dann aus der Wanne hiefen unter Schmerzen ist auch mit Hilfe echt scheiße. Als ich wieder draußen war, war's wieder erträglich. Los mussten wir aber trotzdem jetzt langsam mal, aber ich war ja bereit, meine Krankenhaustasche war gepackt und mein Gästehandtuch hatte ich in der Tasche falls auf dem Weg noch die Fruchtblase platzt. Ahhahahahahahahahahahaaaa....
Gegen 20 Uhr kamen wir im Kreiskrankenhaus an. Die Hebamme begrüßte uns an der Tür und brachte uns erst einmal in ein kleines Zimmer mit Doppelbett in dem ein Wehenschreiber stand. Sie schloss mich ans CTG an und ließ uns dann vorerst wieder allein. Mittlerweile waren die Wehen schon stärker und ich musste sie veratmen, gebracht hat dieses rumgestöhne halt genau gar nichts, verrissen hat's mich trotzdem fast. Jetzt geht's wirklich los, ich konnte es immer noch nicht glauben. Allerdings war jetzt erst mal Schichtwechsel und die erste Hebamme (keine Ahnung wie sie hieß) wechselte mit Hebamme Stefanie, die uns die Nacht über betreut hat. Stefanie hat uns nach dem CTG zur Untersuchung durch die Ärztin gebracht. Sie hat getastet und getastet und sagt, ohje das dauert noch, der Muttermund ist grad mal einen cm auf, sie können auch noch mal heim. WHAT?? DEIN ERNST? EINEN CENTIMETER?? In diesem Moment wurde mir klar dass ich das nicht überleben werde. Ich hab uns schon drei Tage im Kreißsaal gesehen. Wir haben uns nach dieser überaus ermunternden Nachricht aber trotzdem dazu entschieden da zu bleiben. Haben dann vorerst das mini ungemütliche Zimmer mit dem CTG  bezogen. Um die Zeit tot zu kriegen und mich aufzuwärmen (ich hab gefroren und gezittert wie Espenlaub) hab ich beschlossen nochmal in eine Wanne zu gehen. Genauso 'ne scheiß Idee wie ein paar Stunden vorher. Kaum drin wollte ich schon wieder raus, weil es einfach nur unangenehm war. Zurück im Zimmer wurden die Wehen langsam aber sicher immer heftiger und ich hab sie nur noch am Seil hängend ausgehalten (Das Seil ist eine ewiglange Stoffbahn die von der Decke hängt). Es muss dann so gegen Zehn gewesen sein als Stefanie mich das nächste mal untersucht hat und der Muttermund schon auf vier cm war. Welch ein Glück, es ging ja doch schneller voran als gedacht. Sie meinte dass wir jetzt mal den Kreißsaal beziehen. Wir waren in der Nacht die Einzigen dort, zum Glück. Das blaue Zimmer durften wir dann in der Nacht unsers nennen. Mittlerweile waren die Wehen nicht mehr ganz so gut auszuhalten und wegzuhängen. Ich bat um ein Schmerzmittel, welches sie mir umgehend durch meinen Zugang am Handgelenk gespritzt hat. Noch während sie das Teufelszeug spritzt sagt sie zu mir: "Das hat halt ein wenig Nebenwirkungen, kann sein dass du dich Übergeben musst!" haha geil kaum ausgesprochen bat ich sie schon um einen Kotzbeutel, bitte, danke! Und gebracht hat es erst nichts. Gefühlte tausend Wehen und Nahtoterfahrungen später untersuchte Stefanie mich wieder und sagte, "jawoll, es ist fast geschafft, der Muttermund ist bis auf einen Saum komplett auf". Geil dachte ich, bald halte ich meinen Jungen in den Armen. Inzwischen waren die Wehen aber so heftig und schmerzhaft im Bauch dass ich dachte es verreißt mich von innen. Stefanie meinte dass es kein gutes Zeichen ist dass ich die Schmerzen im Bauch und nicht im Rücken habe, fand ich auch. Aber ich fand es allgemein nicht gut dass ich schmerzen hatte. Also hat sie wieder getastet und dabei dann die Fruchtblase geöffnet, hahahaaaaa, als das Bett da so geflutet wurde vom Fruchtwasser, musste ich an mein Gästehandtuch in meiner Handtasche denken. Da hätte ich auch ein Tempo in einen Weiher schmeißen können, wäre der selbe Effekt gewesen. Naja, auf jeden Fall hat sie beim Tasten gemerkt dass Nathan nicht so im Becken gelegen ist wie er hätte sollen. Ein paar Wehen auf der rechten Seite, ein paar auf der linken liegend sollten helfen ihn in die richtige Position zu bringen, hat es aber nicht. Zu der Zeit war ich schon lang jenseits von gut und böse. Körperlich war ich noch da, aber geistig war ich nicht mehr so ganz bei mir. Ich hab bei jeder Wehe gebrüllt, nicht geschrien oder gewimmert, nein, ich habe gebrüllt, wie ein Tier. Mittlerweile war ganz schnell klar dass es ein Kaiserschnitt werden würde und ganz ehrlich? In dem Moment war ich so froh. Endlich würden diese Schmerzen aufhören. Nachdem das beschlossen war ging eigentlich alles ganz schnell, im nachhinein betrachtet, in dem Moment nicht schnell genug. Dadurch dass er mit dem Kopf nicht im Becken lag, drückte er mit jeder Wehe dagegen dass ich dachte es bricht jetzt gleich. Brüllend bei jeder Wehe im OP angekommen wurde ich auf die Liege gesetzt um die Spinalanästhesie vorzubereiten. Wohl gemerkt, ich hatte immer noch wehen in sehr kurzen Abständen, die mich aufbäumen ließen! Bei der Betäubung für die Spinalanästhesie habe ich dann doch kurz gezuckt, war wohl aus irgendwelchen Gründen nicht in Bestform. Komisch... Die Anästhesistin hat mich dann nur angeranzt dass ich bei der nächsten Spritze nicht zucken darf!! Witzig, ist ja nicht so dass ich Wehen hab und meinen Körper währenddessen nicht mehr so unter Kontrolle. Hat dann Gott sei Dank alles gut geklappt und ich war befreit von den Schmerzen. Ich wurde in den OP geschoben und alles vorbereitet mit den grünen Tüchern. Endlich war Stefan auch wieder bei mir, aber ich war unendlich müde und hätte einfach am liebsten geschlafen. Es ging alles ganz schnell, ein paar mal ruckeln und dann hat man ihn gehört. 3800g und 50cm haben aus vollem Hals geschrien. Stefan hat mir gleich gesagt dass er riesen Hände hat und sofort den Kopf hochgehoben hat als er auf den Tisch gelegt wurde. Und dann endlich haben sie ihn mir ans Gesicht gehalten, das erste mal dass ich mein Kind gesehen hab, war aus den Augen winkeln, ich lag ja noch festgeschnallt auf dem Tisch. Ich hab mich aber irgendwie auch für Stefan gefreut dass er diesen Moment erleben darf und den Kleinen auf seiner Brust haben darf, während sie mich noch zusammen geflickt haben. Dann endlich war es aber soweit, ich wurde wieder in den Kreißsaal geschoben und habe mein Glück das erste Mal in die Arme gelegt bekommen. Ich wollte es nicht glauben, aber in diesem Moment ist alles vergessen, gut, nicht gerade vergessen, aber es rückt in den Hintergrund, ganz, ganz weit.
Ein paar Wochen später habe ich dann beim spazieren eine Arbeitskollegin getroffen die mich nach der Geburt gefragt hat, als ich ihr gesagt hab dass ich einen Kaiserschnitt hatte meinte sie trocken, ach stimmt, du hast es dir ja leicht gemacht. Klar, war schon leicht den ersten Tag gar nicht aufstehen zu können und sowieso sein Kind nicht sofort halten zu können. Noch leichter war es, jedes mal eine Schwester zu rufen weil du dein eigenes Kind nicht aus dem Bett heben kannst. Und noch viel, viel leichter war es die nächsten Tage über den Flur zu schleichen wie ne 90 Jährige, wobei die glaub ich noch aufrechter und schneller gehen können. Ach und nicht zu vergessen die Schmerzen im Bauch beim husten, lachen oder sonstigem, waren auch echt leicht. Liebe Frauen die so denken, ist das euer ernst?

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Kommentare: 12
  • #1

    Kathrin (Freitag, 14 Juli 2017 08:21)

    Ja, mit diesem Kommentar musste ich. Auch schon umgehen. Kaiserschnitt, nicht gewollte. Man hat sowieso noch Probleme damit umzugehen und dann bekommt man sowas gesagt. Ich habe im nachhinein geheult wie ein schlosshund.

  • #2

    Lindis (Freitag, 14 Juli 2017 09:10)

    Sehr nett geschrieben und ich kann dich verstehen! Von wegen leicht gemacht. Noch sechs Wochen lang kaum die Treppe raufgehen können, monster-narbe, Blasenentzündung vom Katheter - aber wir machen es uns ja leicht.

  • #3

    Bloggerbienchen (Freitag, 14 Juli 2017 09:22)

    Bei solchen Kommentaren werde ich jedes Mal sauer. Ich hatte selbst "nur" zwei Kaiserschnittgeburten und das hängt mir heute noch nach. Hätte mir jemand nach der Geburt sowas gesagt, hätte ich denjenigen (im für diese Person besten Fall) sprachlos mit offenem Mund angestarrt. Vielleicht hätte die Person aber für ein paar Stunden mein Handabdruck in ihrem Gesicht daran erinnert beim nächsten Mal zuerst zu denken, bevor man was dämliches sagt (und nein, ich bin niemand, der zu Gewalt neigt, aber sowas macht mich echt fertig).
    Mein erster Kaiserschnitt war geplant (Beckenendlage), auch wenn meine Tochter sich dann vor dem angesetzten Termin auf den Weg gemacht hatte. Ich fand die Wehen zwar nicht angenehm, aber war trotzdem dankbar dafür, denn mir hat es irgendwie geholfen, den Kaiserschnitt besser zu verarbeiten. Bei meinem Sohn war, wie bei dir, eine natürliche Geburt geplant und ebenfalls wie bei dir, musste im letzten Moment ein Kaiserschnitt gemacht werden. Das ist jetzt mehr als zwei Jahre her und auch wenn ich nach beiden OPs fast keine Probleme hatte und auch sehr schnell wieder fit war, so hängt mir der zweite Kaiserschnitt immer noch hinterher. Und wenn man dann noch solche Kommentare zu hören bekommt... Ich weiß wirklich nicht, wie ich da reagieren würde. Ein Kaiserschnitt hat nichts damit zu tun, dass man es sich leicht macht. Beide Wege können hart sein. Und sogar ein "Wunsch-Kaiserschnitt" ist eine Entscheidung, die sich niemand leicht macht und dadurch wird die Geburt auch nicht einfacher.
    Lass dich von solchen Empathie-Legasthenikern nicht runterziehen. Nur weil man sich oder das Kind nicht in Lebensgefahr bringt oder sich für seinen Weg entscheidet, macht es sich niemand leicht oder ist deswegen eine schlechte (oder was auch immer an Vorwürfen kommt: keine richtige) Mutter. Viel wichtiger ist es, dass man keine komplette Horrorgeburt erlebt, nur weil man Angst vor solchen Aussagen hat, sondern sich nach der Geburt gut um sein Kind kümmern und die schöne Kennenlernzeit genießen kann.
    Ich wünsche euch noch weiterhin eine schöne Zeit. Jetzt wird dein Sohn schon bald ein Jahr alt. Es ist wirklich Wahnsinn, wie die Zeit vergeht und es ist so toll die Kleinen aufwachsen zu sehen. Wen interessiert da schon eine Narbe?
    Ich wünsche allen Müttern, egal ob sie den schweren Weg der natürlichen Geburt oder den schweren Weg eines Kaiserschnitts gegangen sind (freiwillig oder nicht) nur das Beste. Wir sind Mütter das was zählt, ist was wir unseren Kindern mit auf den Weg geben und welche Werte wir ihnen vermitteln. Empathie, Respekt und Toleranz sind zum Beispiel sehr wichtige Werte =^_^=

  • #4

    Natürlich Schöner (Freitag, 14 Juli 2017 09:56)

    Ich verstehe solche Kommentare echt nicht. Erstens wissen sie doch gar nicht, wie die Situation war und zweitens ist ein Kaiserschnitt ja nun wahrlich auch kein Sonntagsausflug. Ich selbst hatte zwar keinen, aber ich kenne genug Frauen, die ebenfalls einen hatten und die alle noch lange mit Schmerzen zu kämpfen hatten usw.

    Außerdem ist es doch wirklich egal, auf welchem Weg wir unsere Kinder auf diese Welt bringen. Schmerzhaft sind alle Varianten und es hat doch keinen Einfluss darauf, wie sehr wir unsere Kinder lieben.

    LG Michaela

  • #5

    Caro (Freitag, 14 Juli 2017 10:19)

    Unfassbar. Solche Sprüche machen deutlich, wie wenig Ahnung vorhanden ist. U d was ist daran falsch den Weg zu wählen, der für Mutter und Kind die beste ist? Es zählt am Ende nur eins... dass Mütter und Kind gesund sind. Können wir nicht einfach dankbar sein, dass es diese Option heute gibt? Auch die schmerzen dansch sind nicht zu verachten. Znd washat es mit sich einfach machen zu tun, wenn man vorher schon den Weg der Wehen gehen musste und am Ende trotzdem auf dem op Tisch landet? Dieser Muttermundsazm tut nämlich ziemlich weh. Daher kann man das doch alles gar nicht vergleichen!!! Kopf hoch, liebe Lisa, ahnungslose Menschen die nicht wollen, sollen halt dumm bleiben.

  • #6

    Anne (Freitag, 14 Juli 2017 10:24)

    Ein toller Bericht ❤️
    Mein Sohn kam wegen BEL und Frühgeburt in der 35 SSW auch als Kaiserschnitt. Ich weiß nicht wie oft ich mir anhören durfte "da haste aber Glück gehabt" oder "sei froh ...". Grauenhaft. So etwas kann nur jemand sagen, der noch keinen Kaiserschnitt miterlebt hat. 6 Wochen danach hatte ich noch immer Schmerzen und 10 Wochen nach der Geburt ist die Narbe an mehreren Stellen aufgegangen. Also nix mit "alles easy"! Unser Mädchen kam letztes Jahr spontan. Und ganz ehrlich ... wenn ich ein drittes Kind bekommen würde, definitiv SPONTAN!!!! Die Dauer und Intensität der Wehen ist natürlich hart, aber der Kaiserschnitt ist emotional und schmerztechnisch noch härter. Meine Meinung ✌�
    Alles Gute für euch ❤️

  • #7

    Elena (Freitag, 14 Juli 2017 10:41)

    Liebe Lisa,

    ich habe eben Rotz und Wasser geweint als ich Deinen Geburtsbericht gelesen habe. Ich kenne genau so eine Geburt und weiß wie Du Dich gefühlt hast. Ganz lieben Dank für Deinen Bericht und die Ehrlichkeit.

    Manche Menschen reden einfach ohne weiter darüber nachzudenken, was sie da sagen. Ich habe gelernt die Kommentare zu überhören ("Ach, sogar zwei Kaiserschnitte! Aha!") oder selbst zu kommentieren.
    Wir sollten uns nicht gegenseitig das Leben erschweren, sondern uns auf die wichtigen Dinge konzentrieren, wenn es um unsere Kinder geht. Liebe, Liebe und noch mehr Liebe.

    In diesem Sinne wünsche ich Dir und Deinem kleinen Sohn alles Liebe!

  • #8

    Anja (Freitag, 14 Juli 2017 10:43)

    Toller Beitrag! Kenne solche Sprüche leider mur zu gut. Warum kommen Menschen auf die Idee, dass man es sich mit der OP "leicht gemacht" hat? Eine Geburt ist einfach kein Spaziergang, egal auf welchem Weg das Baby geboren wird. Ohne meinen Notkaiserschnitt würde ich diesen Beitrag nicht mehr schreiben können, ich hatte eine Schwangerschaftsvergiftung. Daher bin ich besonders dankbar, dass ich es mir "leicht":) gemacht habe:) Alles Gute!

  • #9

    Any (Freitag, 14 Juli 2017 12:40)

    Ein toller Bericht, trotz allem noch so humorvoll geschrieben � Schon krass, was der weibliche Körper so aushält..die ganzen Schmerzen � Nach meiner ersten Geburt war meine Antwort auf die Frage: "Noch ein Kind?" "Weiß nicht, wenn dann nur noch per Kaiserschnitt." Wie hohl von mir, zu denken, dass das einfacher ist. Diese Aussage hab ich auch sehr schnell wieder zurück gezogen, nachdem ich die Geschichten von Kaiserschnittmuttis gehört habe � Es ist einfach Wahnsinn, wie wir Muddis das meistern, egal wo das Baby am Ende rauskommt ��

  • #10

    Tanjazzzzzz (Freitag, 14 Juli 2017 14:09)

    Yepp, selbst KS Geplagte! Leicht ist anders! Viele Erinnerungen kamen bei Deinem Bericht hoch. Drück Dich unbekannterweise.

  • #11

    Christiane (Freitag, 14 Juli 2017 14:16)

    Lass dir bloß nix erzählen. Ich hatte eine natürliche Geburt und hatte panische Angst davor, dass es zu einem KS kommen könnte. Allein der Gedanke, dass mich jemand aufschneiden könnte, löst Panik in mir aus. Außerdem hast du nicht nur unter den ätzende Nachwirkungen vom KS gelitten, du hast auch den schlimmsten Teil einer natürlichen Geburt mitgemacht. Denn wenn der MM dann mal offen ist und die Presswehen einsetzen, ist alles nur noch halb so schlimm. Immer noch ätzend, aber nicht halb so ätzend, wie den Weg bis dahin. Und Mütter nicht stillen, machen es sich dann auch leicht, oder wie? Nachts erst noch aufstehen und Fläschchen machen? Ich mag es mir gar nicht vorstellen. Jeder so wie er mag bzw. so wie er eben (leider) muss.

  • #12

    Zhunami (Freitag, 14 Juli 2017 15:43)

    Ich finde es eine absolute Frechheit, überhaupt so eine Frage zu stellen - als wäre es eine Freude, sich den Bauch aufschneiden und sein Kind da rausholen zu lassen. Ganz offensichtlich hast du dich vorher höllisch gequält, und die OP war einfach notwendig. Ich an deiner Stelle hätte die Arbeitskollegin wohl angeschrien, was sie sich eigentlich einbildet. Unglaublich dreist sowas.