Wir haben einen Plan-Eine Tagesmutter muss her...

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"Ich glaube ich habe eine Lösung. Uns stehen spannende Zeiten bevor, das sagt mir mein Bauchkribbeln.

Ab ca Mitte April ist meine Tochter ganztags im Kindergarten eingewöhnt. Von 5 Tagen wird sie an zweien dort schlafen und essen. Ich werde sie dann nach Job-Ende um 14 Uhr irgendwas abholen. (mich beruhigt das Wissen, dass sie auch bis 16:30 Uhr da bleiben kann. Sollte ich mal mit Grippe im Bett liegen oder an meinem Blog arbeiten müssen oder einen Friseurtermin wahrnehmen dürfen.)

An diesen zwei Vormittagen geht mein kleiner Mann mit 18 Monaten zu einer Tagesmutter. Von 10 Uhr bis 14 Uhr. Soweit der Plan.

Mit 2 Jahren geht auch er dann in den Kindergarten.(Oktober) Wir haben dann tatsächlich eine Tagesmutter, die wir kennen und der wir Vertrauen. Und die für uns da ist wenn der Kindergarten zu ist. Weil wegen Norovirus, Läusen oder Betriebsausflug. #planB
So müssen mein Mann und ich später auch unseren Urlaub nicht aufteilen, dass die Kinder unter sind. Denn ja ich möchte nicht für immer zu Hause sitzen und das Geld meines Mannes ausgeben. Ich würde gern wieder irgendwann in meinem alten Beruf arbeiten und das Geld meines Mannes ausgeben. Viele von euch werden jetzt sagen:" was nützen dir diese zwei Vormittage du verdienst das Geld doch eh nur und gibst es direkt der Tagesmutter." Wisst ihr :mein Kindergeld geht auch direkt zu DM. Und allein die Vorstellung dass ich bald wieder einen Grund habe Make-up zu benutzen macht mich ganz hibbelig. Zwei Vormittage mit Erwachsenen sprechen ohne Kinderplärren, hört sich für mich nach 3 Jahren Babyknast so dermaßen geilomat an
."

 

...oder doch nicht?

04.Feb

Die guten Neuigkeiten zuerst: Wir haben die Beste Tagesmutter der Welt gefunden. Und sie wohnt gegenüber. Es ist perfekt. Es ist wirklich alles perfekt. Es gibt nur ein winziges Problem. Eine Kleinigkeit sozusagen.

 

Alle Hebel habe ich in Bewegung gesetzt. Und da stehe ich. Den neuen Job in der Tasche. Nächsten Samstag ist der 1. Arbeitstag. Ansonsten darf ich Mittwochs und Donnerstags vormittags dort arbeiten. Von 10-14 Uhr. Während ich diese Zeilen schreibe ploppt die schriftliche Zusage neben mir auf dem Handydisplay auf .

Beim Jugendamt war ich und habe einen Tagespflegeplatz vermittelt bekommen.

Die Tagesmutter mit meinem Mann zusammen gecastet und dann samt Vertrag eingekauft.

Den Ganztagsplatz in der Kita mit allem Kann – nichts Muss, für Ida bekommen.

Alles erledigt.

Jetzt kommt der Moment wo ich den Sekt aufmachen müsste.

 

Mädels, was soll ich sagen: Mir ist schlecht. Nicht "aufgeregt-schlecht". Nicht "nervös-schlecht". Ich kann das Gefühl nicht beschreiben oder ihm einen Namen geben. Ich weiß nur, es ist kein schönes Gefühl. Heute Morgen bin ich aufgewacht und habe eine Entscheidung getroffen: Ich kann mein Baby nicht hergeben-Scheiß auf den Job.

Und schlagartig ging es mir besser. ich war richtig erleichtert. Dann habe ich mich hingesetzt und Euch diese Zeilen geschrieben. Und initial stand hier:" ich kann nicht. Ich kann mein Baby nicht hergeben." Aber wie ihr seht hab ich es wieder gelöscht. Ich bin hin und hergerissen und mir fehlt ein guter Rat. Ein wirklich guter Rat.

Was mit mir ist, ob das normal ist? Ob das allen anderen Mamis auch so geht. Weil Vince halt nun mal keine 2,5 Jahre alt ist wie Ida. Weil mein Bub erst 16Monate ist.

Das auch das Teil der Eingewöhnung wird. Muddi muss auch eingewöhnt werden: in diese Idee wachsen. Zusammen mit ihrem Kind.

 

Ich vermute es wäre falsch, es nicht zu probieren. Wer weiß schoh was kommt. Vielleicht gefällt mir ja auch der Job gar nicht. Oder die Klinik stellt sich quer. Schließlich haben die ja auch ein Mitspracherecht, was ihre PA in Elternzeit so treibt. Beruflich gesehen zumindest :)

 

Ich erkenn mich nicht wieder. So schrecklich unschlüssig. Was ist da los? Weil es zum Ersten Mal in meinem Leben nicht nur um mich geht? Sondern auch um zwei kleine Menschlein und die Frage: Was ist das Beste für sie.

Denn obwohl "Happy Mummy-Happy Baby" sicherlich zutrifft. Ist das Beste für mich, nicht automatisch auch das Beste für sie.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Kommentare: 12
  • #1

    Toni (Samstag, 04 Februar 2017 15:43)

    Liebe Frau Massa,
    Es wird alles gut!!!
    So viel Erleichterung Dir die Änderung bringen wird, so sehr darf das Mutterherz auch schmerzen und aufbäumen. Selbst die Eingewöhnung wird bei jedem Rückschlag noch Zweifel aufkommen lassen. Aber glaub mir, in ein paar Monaten wirst Du Dir milde lächelnd auf die Schulter klopfen und Dir zu Deiner Entscheidung gratulieren. Lass zu, dass sich Dein Mutterherz auch erstmal damit arrangieren muss, dann wird sich alles fügen.
    Herzlichst, Deine
    Toni

  • #2

    Saskia Pandaelfenhausen (Samstag, 04 Februar 2017 16:49)

    Liebes... ich könnte weinen, wenn ich das lese!! Du bekommst jetzt eh wieder eine Miooonen Nachrichten, ähnlich wie meine.. aber lass dir gesagt sein: es ist so normal! Ich hatte dir ja schon geschrieben, dass ich bei meinem Sohn auch wirklich arge Probleme hatte, weil er nun mal gerade ein Jahr alt war. Auf der einen Seite war es gut, dass er endlich eine bessere Auslastung hatte und auf der anderen war einfach noch so sehr mein Baby....
    wenn es sich blöd anfühlt, mache es nicht. Dann passt der Zeitpunkt vielleicht einfach wirklich noch nicht. Aber vielleicht guckt ihr einfach mal nach der Eingewöhnungszeit, wie du dich dann fühlst?! Lass dich fest drücken! Ich fühle so sehr mit Dir! Von Herzen!!!

  • #3

    Natalie (Samstag, 04 Februar 2017 17:33)

    Hey jetzt mach Dich nicht verrückt. Mir ging es damals GENAU so. Erst wolltenichbzu Hause ausbrechen, hab anstatt 3 Jahre Elternzeit auf 2 Jahre verkürzt. Dann kam der 1 Tag der Eingewöhnung alles noch gut und dann mein erster Arbeitstag. Mir war schlecht, ich fühlte mich verloren , hatte Angst eine schlechte Mutter zu sein, wollte Plötzlich die Verantwortung nicht abgeben. Die ersten Wochen vergingen und mit ging es besser, ich sah da die "Kleine" plötzlich viel mehr konnte. Sie sprach besser hat sich gefreut die ein oder andere Spielkameradin gefunden zu haben.
    Das unbekannte kann häufig Angst machen. Eine Weise Frau hat mir vor kurzem noch gesagt: Natalie ausprobieren, abbrechen kannste immer noch!
    In diesem Sinne, lass es laufen und alles wird so kommen wie es kommen soll. Ich persönlich drück Dir ganz fest die Daumen, egal für was. VG
    Natalie
    Instagram: Navipaellrak

  • #4

    Isa (Samstag, 04 Februar 2017 19:00)

    Irina,alles normal,alles erlebt. Das ist wie kalte Füße vor der Hochzeit und das schlechte Gewissen nach der fetten Schokotorte. Aber du machst das und zack ist es normal und gut. Die Kiddis freuen sich auch, wirst du sehen. Alles wird gut !

  • #5

    Pinkenene (Samstag, 04 Februar 2017 19:27)

    Hör auf deinen Bauch und warte.
    Dem kannst du trauen, mehr als allen Tipps und Erfahrungen.
    Wenn der Gedanke dich unglücklich macht, dann lass es. Worüber da noch diskutieren?
    Arbeiten kannst du, bis du tot bist. Deinen kleinen Kinder beim Großwerden zugucken nicht.
    Dir läuft nichts weg, wenn du wartest.

  • #6

    KleineClau (Samstag, 04 Februar 2017 19:50)

    Hmm, schwierig. Einerseits soll man ja auf sein Herz hören, andererseits glaube ich, dass es sich wurmen könnte es nicht probiert zu haben. Ich würde es versuchen und dann mal schauen was Dir dein Gefühl sagt. Abbrechen kannst Du immer! Auch wenn man dann viel leicht ein schlechtes Gewissen gegenüber der Arbeit hat, aber wenn es wirklich nicht funktionieren sollte sind deine Kinder wichtiger.

  • #7

    Christina (Samstag, 04 Februar 2017 20:37)

    Ich kann es sooogut nachvollziehen. Ich hatte alle Hebel in Bewegung gesetzt, um einen Kitaplatz für meine damals einjährige Tochter zu bekommen. Und sass da 6 Wochen mit Bauchschmerzen, bis ich schlussendlich abgebrochen habe. Ich war einfach noch nicht bereit, meine Tochter auch nicht. Obwohl mich in den dunklen Momenten des ersten Babyjahres oft der Gedanke an die Kita gerettet hatte. Ich hatte dann ein neues Angebot für 7 Monate später. Und ich weiss noch genau, dass ich mir noch total unsicher war, als meine Tochter 16 Monate alt war. Aber mit so 18-19 Monaten war es dann plötzlich ok. Ich konnte loslassen, mein Kind war bereit. Ich würde es an deiner Stelle wagen, je nachdem wie viel Zeit du bis zu einem neuen Angebot warten müsstest. Solltest du bei der Eingewöhnung immer noch ein schlechtes Gefühl haben, kannst du immer noch neu entscheiden. Alles Gute für euch!!!

  • #8

    Franzi (Samstag, 04 Februar 2017 20:38)

    Ja, es ist ein scheiß Gefühl. Loslassen fällt mir immernoch schwer, auch bei Nummer 3. aber es wird besser. Wenn du siehst, wie glücklich die Kinder nach Hause kommen, fröhlich vom Tag erzählen und du merkst, dass auch sie dich vermisst haben. Bestes Gefühl überhaupt. Mittlerweile nutze ich die zusätzliche Freizeit um schon die Hausarbeit und Einkäufe zu erledigen. Wenn die Kinder zu Hause sind kann ich dann nur für sie Dasein.

  • #9

    Dorle (Samstag, 04 Februar 2017 20:41)

    Also ich fühle mich ja immer schlecht, wenn ich das lese, ich habe mich gefreut mein Kind mit 18 Monaten abzugeben, zu Hause viel mir die Decke auf den.Kopf, obwohl.immer viel unterwegs, habe mich gefreut wieder Teilzeit arbeiten zu gehen. Ja muss doch auch mal jemand geben, der es ausspricht...Und du wirst auch froh sein, wieder eine andere Verantwortung tragen zu können. Bestimmt :) nur zwei Tage... Fünf Tage darfst Mama bleiben. Tolle Mischung, also finde ich :)

  • #10

    leas_mama_30 (Samstag, 04 Februar 2017 21:22)

    Erstenmal Herzlichen Glückwunsch zur Tagesmutter und zum neuen Job!
    Dieses Gefühl ist ganz normal, so ging es mir damals auch und ganz ehrlich so geht es mir heute noch manchmal.
    Ich würde es ausprobieren und schauen wie du/ihr mit der Situation zurecht kommt und ob der Job was für dich ist! Ich bin mir sicher das du nach ein paar Wochen,wenn sich alle eingelebt haben glücklich mit deinem Job und der neuen Situation bist. Ich drücke dich ganz doll!

  • #11

    Julia (Samstag, 04 Februar 2017 22:17)

    So ging es mir auch. Für mich war es Fluch und Segen zugleich, dsss ich keine Wahl hatte. Wenn ich meine Ausbildug fertig machen will, muss ich wieder arbeiten. Seit 01.02. geht mein 1,5 Jahre alter Sohn 38 Stunden pro Woche in den Kindergarten, ich gehe mehr als Vollzeit arbeiten. Hätte ich die Wahl gehabt, hätte ich es sausen lassen. Es tut mir weh, mein Kind so viel abzugeben. Aber wenn ich meinem Kind eine gesicherte Zukunft bieten will, muss ich mein Referendariat durchziehen.

  • #12

    Anne Freitag (Sonntag, 05 Februar 2017 09:17)

    Hallo liebe Irina!!!
    Ich kann deinen Zwiespalt total gut nachvollziehen.Mein Sohn kam mit 2,5 Jahren in den Kindergarten und ich habe Vollzeit wieder als Erzieherin gearbeitet.Das war echt hart aus ganz unterschiedlichen Gründen und Rahmenbedingungen. Ich hatte oft ein schlechtes Gewissen und alles miteinander zu vereinen war echt anstrengend für mich.Irgendetwas blieb immer auf der Strecke...Haushalt Hobbies Ehe Freunde Familie Sport usw...da ist ne Menge unter einen Hut zu bekommen.Mittlerweile bin ich wieder in Elternzeit und genieße es ehrlich.Gut ich war nicht 3 Jahre am Stück zu Hause,sondern konnte auch zwischendrin eben Arbeitsluft schnappen.Aber halt auch im Kindergarten ne�Na ja ich finde wichtig dass man guten Gewissens, seine Kinder auch abgeben kann.Man darf sich selbst und seine eigenen Bedürfnisse natürlich auch nicht vergessen .
    Und es Spricht wirklich nichts dagegen es einfach auszuprobieren und sich die Möglichkeit frei zu lassen wieder abzubrechen . Es sei denn dein Herz sperrt sich doch zu sehr im Vorfeld dagegen -dann lass es . Du wirst für dich schon die richtige Entscheidung treffen! Ich drück dir ganz doll die Daumen! Übrigens finde ich deine Sache mit dem Blog so klasse du kannst so toll schreiben ��ganz ganz liebe Grüße Frau Power���Anne

    Instagram "einfachfreitag"