Auf die Fresse fallen kann weh tun.

Wann beginnt Aufopferung und wann geht man daran kaputt?

 

Ich war immer fest davon überzeugt meine Kinder vor drei Jahren nicht in den Kindergarten zu geben. Weil „dafür habe ich ja keine Kinder bekommen!“ Allerdings war ich da auch noch keine Mutter, als ich diese Parolen schwang. Seit 2014 bin ich zu Hause. Zunächst mit einem Kind war das sogar phasenweise richtig Urlaub. Bis dato hatte ich im Schichtdienst gearbeitet, studiert oder war beruflich viel in Deutschland unterwegs. Ich war so richtig fleißig und bussy gewesen. Aber der positive Stress war gut für mich. Und ich habe das Auspowern geliebt. Heute blicke ich auf drei Jahre "Heimchen am Herd" zurück. Ich habe 14 Monate nach der Ersten Geburt noch ein Kind bekommen. Und das war logistisch gesehen keine große Umgewöhnung. Bin ich doch eh zu Hause. Wechsel ich doch eh Windeln. Wir suchten und fanden eine großartige Krabbelgruppe, aus der richtige Freundschaften entstanden. Den Sommer 2016 verbrachte ich im Liegestuhl mit zwei Babys im Gras. Aber dann kam der Herbst und die „Drinnen-Zeit“ begann. Die Krabbelgruppe löste sich auf und gebar ihr jeweils zweites Kind. Der Rest der Mütter ging wieder arbeiten. Die Kids allesamt in die Kita. Wir nicht. Ich hab zwar gemerkt, dass meine Tochter mit 2,5 Jahren absolut reif wäre. Aber die Stadt rückte keinen Platz raus. „Frau Massa, Sie sind doch eh dahoam.“ Man konnte richtig zusehen, wie wir uns von Wochenende zu Wochenende zu Feiertagen zum Urlaub hangelten. Aber jetzt bin ich ausgebrannt. Meine Tochter wird im Sommer drei Jahre alt und ich muss endlich mal wieder was anderes machen wie Aramsamsam singen. Leider ist das mit einem Einjährigen gar nicht mal so einfach. An guten Tagen kann ich diese Leere in mir weglächeln und mit strahlenden Kinderaugen füllen. An Tagen wie gestern, wo Schub auf Schub, auf Zähne, auf Bocken trifft nicht. Dann wünschte ich, ich hätte Unterstützung. Einen geregelten Tagesablauf und eine liebevolle Tagesmutter. In der Vergangenheit habe ich die Vorzüge von zwei Kindern, nah beieinander geboren, gefeiert. Aber es gibt sie: Die Schattenseiten. Ida ist längst überfällig für eine Außerhausbetreuung. Vince viel zu klein. Er hat so eine anstrengende Mamaphase gerade, dass ich noch nicht mal zwei Meter weg kann von ihm. Aber es gibt Licht am Ende des Tunnels. Ab 1. März beginnt ihre Eingewöhnung. Ab Oktober die von Vince und dann… Dann kommt meine Zeit wieder. Aber bis dahin? Wir haben gerade eine Durststrecke und ich habe viel dazugelernt. Über mich, meine Grenzen und das halt nicht immer eitel Sonnenschein herrscht. Ich habe mich intuitiv auf andere verlassen und wurde eines Besseren belehrt. Im Versprechen sind wie alle groß. Aber wenn man dann unerwartet an den Punkt kommt seine Zusagen einzulösen, dann merkt man, dass man dafür ja was entbehren muss. Und dann wägt man ab. Ist mir das wichtig genug? Möchte ich für diese Sache Zeit hergeben. Ich lerne gerade, dass ich mich nur auf mich verlassen kann. Und dem Gegenüber seinen Egoismus nicht zum Vorwurf machen darf. Denn ich kann andere nicht ändern. Ich kann niemand zwingen, der Realität ins Auge zu blicken. Ich muss mein Gegenüber annehmen und seine Entscheidungen respektieren. Ich muss für mich unabhängig eine Lösung finden. Alltag, Haushalt, Kindheit und Job zu vereinbaren. Und ich muss mich von der Wunschvorstellung lösen, dass meine Kinder erst mit drei Jahren wildfremd betreut werden. Ich gehe vor die Hunde, wenn ich weitere zwei Jahre hier sitze.

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 27
  • #1

    Evi (Mittwoch, 01 Februar 2017)

    Liebe Irina,
    danke für diesen ehrlichen Beitrag. Es ist nie leicht sich von Idealvorstellungen zu verabschieden und erst recht nicht sich einzugestehen, dass man seine Meinung revidieren muss.
    Ich zum Beispiel war schon immer ein sehr ungeduldiger Mensch. Als ich meinen Sohn mit 1 Jahr zur Tagesmutter geben musste, weil wir keinen Kita Platz bekommen haben, hatte ich 2 Gedanken: 1) Ich will mit meinem Baby zuhause bleiben. Arbeiten ist doof. 2) Er soll verdammt nochmal in eine Kita. Das ist doch das Standardmodell.
    Heute - 4 Monate später - kann ich sagen 1) Ich liebe meine Arbeit und es ist einfach toll nicht mehr nur Mutter zu sein und auch noch an anderer stelle gebraucht zu werden.
    2) Tagesmütter sind die tollsten überhaupt und er soll niemals nie in eine Kita ;-)

    Liebe Grüße
    Evi (bookinmyworld bei insta)

  • #2

    Butschina (Mittwoch, 01 Februar 2017 14:02)

    Ich kann dich sehr gut verstehen... hätte mir auch oftmals mehr Unterstützung von außen gewünscht bei 2 Kindern in 360 Tagen.
    Ein Zurück in den Job war nicht möglich, also habe ich mich meinem Schicksal ergeben und Kind nr 3 und 4 bekommen. ist auch keine Lösung... Es gibt Tage da hadere ich mit dieser Entscheidung, fühle mich nicht wohl als " Nur- Hausfrau und Mutter in Zeiten wo "workingmom" die Regel ist...
    Ich wünsche dir das die Zeit bis Oktober schnell rumgeht!

  • #3

    Fritzi Ferdinand (Mittwoch, 01 Februar 2017 14:06)

    Ich verstehe Dich!!!! Unser Sohn feierte seinen 1. Geburtstag da war ich schon wieder in der 8. SSW mit unserer Tochter. Sehr zum Leidwesen meines damaligen Chefs da ich nach einem Jahr Elternzeit wieder arbeiten wollte. Hab ich dann auch 8 Wochen und bin dann wegen eins Beschäftigungsverbotes vorzeitig in den Mutterschutz gewechselt. Kind 1 in der Kita, Muddi schwanger und daheim. Als Kind Nummer 2 dann endlich da war, war mir klar, dass ich nach einem Jahr wieder zurück in den Job will und auch muss (Hauskauf etc.)
    Ehrlich gesagt, ich würde verblöden wenn ich nur Hausfrau und Muddi spielen würde. Für ein Jahr war das nur Vollzeitmama sein ok aber dann reichte es auch. Klar haben viele kein Verständnis dafür, dass mein Mann und ich Vollzeit arbeiten und die Kinder nen Fulltime-Job in der Kita erledigen ABER jede Familie tickt anders. Die Kinder sind happy da ich mich gar nicht in dem Umfang mit ihnen beschäftigen kann wie sie es in der Kita erfahren (durchgehend Spielen, Toben, Basteln usw. Kann ich Ihnen nicht bieten und hab ich auch kein Bock zu � -> ja ja Rabenmutter und so) und Muddi und Vaddi sind happy da beide Input bekommen und sich nicht nur mit Kinderliedern beschäftigen. Wir nutzen die gemeinsame Familienzeit und wissen die gemeinsame Zeit zu schätzen.

    Ich kann es also sehr gut verstehen, dass du raus musst.

    Ajüü Fritzi

  • #4

    Diemitden4kindernin6jahren (Mittwoch, 01 Februar 2017 14:11)

    Ich hab das eher andersrum... Ich hab eher angst vor dem was nach der elternzeit kommt... Ich bin gelernte Erzieherin... Kann aber nicht zurück in den Bereich... wir sind ca. 400 km von der familie entfernt und haben hier niemanden der uns unterstützt... Mein Mann verdient gut.. Uns war immer klar das wir 4 kinder wollen und es war die beste Entscheidung in unserem Leben... Ich hab immer gesagt wenn die 4 in kiga und Schule sind, will ich unbedingt wieder arbeiten... Mein Mann sagte immer schon: wir werden sehen... genug Einkommen haben wir so oder so...

    Jetzt sitze ich ganz oft hier und überlege wie ich wieder arbeiten gehen kann? Ohne jemanden der mal einspringen kann... Mein Mann muss seine Arbeit voll ausfüllen (er ist der Hauptverdiener, da führt kein Weg dran vorbei) aber was mach ich mit 4 kindern wenn sie krank sind? Mal ehrlich die Krankentage die man für seine Kinder nehmen kann werden nie reichen? Was ist mit den Ferien? Sollen wir getrennt Urlaub nehmen um die zu überbrücken? Was wird dann aus unserer ehe?

    Und zum Schluss stell ich mir die Frage muss ich mich, so wie du verabschieden von meiner Vorstellung? So wie du Tschüss zu kiga ab 3 gesagt hast.. Muss ich Tschüss Arbeit sagen? Oder finde ich noch nen weg? Der Gedanke vielleicht noch ein paar Jahre zu hause zu bleiben tut mir richtig weh... Der Gedanke meinen vieren nicht gerecht zu werden auch... Mein Typ wird jetzt wieder verlangt;) vielen Dank für diesen Text von dir und für die Denkanstöße....

  • #5

    Christina (Mittwoch, 01 Februar 2017 14:21)

    'Ach, Mäusekind ...' denke ich mir da. Ich kann sehr gut nachvollziehen wie es dir geht. Sind meine beiden doch 18 Monate auseinander. 2014 der jetzige Zornbär und im Juli die Zarte. Die, die behindert ist. Hatten wir uns doch gemeinsam für ein Gemeinsames entschieden, wo doch jeder 'seins' hatte. Mit dem Versprechen des Unterstützen.
    Aber, wenn man seinen Hintern verkauft hat und die nächsten Jahre noch fremdbestimmt dienen muss, dann hat man ganz schnell nur noch ein Streichholz in der Büchse. Steht doch im Grundgesetz, dass Kinder ein Recht auf Mutter UND Vater haben ...

    Und nun sitze ich da, trage die Zarte von morgens bis abends, rechne schon nicht mehr aus wie viel Stunden Schlaf ich bekam, wenn ich doch täglich um 4 Uhr morgens aufstehen muss.
    Und nicht einmal 5 Minuten zum Anziehen und frisch machen sind mir gegönnt. Nicht einmal 5 Minuten Toilette. Wissen wir Waschweiber doch, dass man alle paar Wochen liebend gern einfach nur fix allein auf das stille Örtchen huschen mag ohne komische Blicke und dahingebrabbelte Fragen in einer unverständlichen Sprache.
    Total verdummen überlegt man wie man den Tag füllen kann, ohne, dass es all zu stressig wird. Und, wenn man sich beim Aufstehen schon die Haare raufen, weil es wieder so genial gelaufen ist, dann hilft nur noch eins: Ohren zu und DVD an. So bleiben wenigstens Mamas Bücher heil ...

    Tja, bis Oktober muss ich noch durchhalten. Dann sind die ersten 3 Jahre und 1 1/4 Jahr rum. Ich sehe mich aber schon die Eingewöhnung abbrechen. Belohnungen und Strafen sind nicht meins. Gruppenzwang auch nicht. Klamotten klauen lassen finde ich ebenso ungeil.

    Das Problem ist wohl, dass man die eine Komponente, die alles so schwierig macht, nicht mit einkalkuliert hat. Und das wird wohl die fehlende Unterstützung sein. Daraus lernt man ganz schnell, dass man sich nur auf sich selbst verlassen kann und an seinen Aufgaben wächst.
    Auch, wenn es sehr schwer fällt das so zu sehen, weil man den ganzen Tag nicht ein klitze kleines bisschen das geschafft hat, was man sich vorgenommen hat.

    Steh auf, richte das Krönchen und verteile Glitzer mit deinem Zauberstab!

    Liebe Grüße!

  • #6

    Kerstin (Mittwoch, 01 Februar 2017 14:26)

    Ohje. Und Danke! Gibt es die Tage des Zweifels nicht permanent?
    Wir haben uns auch für ein zweites Kind entschieden und sind glücklich mit der Entscheidung. Dennoch sitzt man als Frau daheim - wobei die erste (1,5) jetzt die Eingewöhnung in der Krippe hat - und fragt sich, wird es jemals ein vollkommenes Zurück in den alten Job (den ich geliebt und mir hart erarbeitet habe) geben? Ich denke sehr oft, dass arbeiten mir wieder gut tun würde, ich ausgeglichener wäre, trotz doppeltem Stress. Aber dann plagt einen das schlechte Gewissen - wie eigentlich permanent seit der Geburt.
    Daher denk ich oft: man sollte auf sein Bauchgefühl hören. War man vorher beruflich glücklich und es war einem wichtig zu arbeiten, dann sollte man das auch wieder in Angriff nehmen. Guckt euch verschiedene Krippen oder Tagesmütter an und sucht wen, dem ihr eure Kinder anvertrauen würdet. Sie werden es euch danken.
    Und dass ihr hinterher ausgeglichener seit für sie, steht außer Frage.

    Und evtl. um einfach rauszukommen und Geld zu verdienen: klingt blöd, aber mal an so Tupperware-Verkauf abends oder sowas in die Richtung gedacht? Vielleicht kann das ja auch schon helfen, sich wieder gefordert zu fühlen. Und Geld können wir alle gebrauchen ;)

    Alles Gute Dir!

  • #7

    Sonja (Mittwoch, 01 Februar 2017 14:32)

    Ich kann dich sehr gut verstehen und finde, dass "Fremd"Betreuung viel zu häufig verteufelt wird. Die Erzieherinnen sind ganz schnell keine "Fremdbetreuer" mehr, sondern tolle zusätzliche Bezugspersonen für die Kinder, zu denen sie nach einer anständigen Eingewöhnung auch eine sichere Bindung haben (vorausgesetzt man erwischt eine Einrichtung mit professionell arbeitenden Erzieher/innen). Ganz abgesehen von den anderen Kindern, die man als Mama ohnehin nicht ersetzen kann. Ich habe nach dem ersten Babyjahr bei beiden Kindern wieder große Lust auf mein Studium gehabt und gehe dem auch nach. Das tut mir gut und macht mich zufrieden und davon profitieren vor allem meine Kinder. Keiner Mutter sollte es als Versagen oder Defizit ausgelegt werden, wenn sie nicht voll und ganz von dem Alltag zu Hause mit zwei Kleinkindern erfüllt ist. Das ist zumindest mein Gefühl dazu...

  • #8

    nelalisam (Mittwoch, 01 Februar 2017 14:36)

    Liebe Irina,
    danke, für deinen ehrlichen Text.
    Meine zwei Großen Mädels sind die beide mit 2 in den Kindergarten. Das brauchten sie, ich musste wieder arbeiten und es war toll. Als im November 2015 dann unser Patchworkbaby auf die Welt kam, war klar, dass auch er mit 2 on den Kindergarten gehen soll. Warum denn auch nicht? Hat ja bei den Großen auch super funktioniert. Wir haben ihn dann auch schon für diesen Zeitpunkt im Kindergarten angemeldet.
    Ich habe die Rechnung aber ohne den Minimann gemacht. Er forderte meine ganze Aufmerksamkeit. Daran, den Haushalt zu machen, brauchte ich gar nicht zu denken. Also war ich von morgens bis nachmittags Erzieherin und wenn mein �-Mann von der Arbeit kam, konnte ich mich dem Haushalt widmen. Das wollte so aber keiner von uns. Ich war nur noch müde und ausgelaugt. Wir haben dann kurzer Hand im Kindergarten angerufen und mit ganz viel Glück einen Platz für den Minimann ab 1 bekommen. Jetzt geht er seit 2 Monaten in den Kindergarten und ich muss sagen es war die richtige Entscheidung. Er ist wie ausgewechselt. Ein ausgeglichenes Kind, dass sich auch mal für eine gewissen Zeitraum alleine beschäftigen kann.
    Ich freue mich schon auf den nächsten Schritt.... Darauf, wenn ich wieder arbeite kann.
    Liebe Grüße

  • #9

    Isa (Mittwoch, 01 Februar 2017 14:41)

    Ich dachte auch wenn ich Kinder bekomme dann muss ich auch full time mum sein aber nein, muss ich nicht. Bei Nr. 1 war ich 2 Jahre zu hause. Bei Kind Nr. 2 wird es nur ein Jahr. Erstmal bin ich nicht nur Mama auch wenn ich es gern bin, ich bin auch ich und dir Frau von jemandem. Zum Anderen weiß ich nun dass die Kita das Richtige für uns ist. Nirgends wird mein Kind mehr gefördert, gefordert und kreativ beschäftigt.Egal wie viel ich möglich mache,diesen Umfang kann ich zu hause nicht anbieten. Kopf hoch meine Lieben. Das wird , auf die Fresse fllegen wir alle mal. Nur geben es nicht alle zu

  • #10

    Catharina (Mittwoch, 01 Februar 2017 14:43)

    Danke für deine Ehrlichkeit. Das schätze ich an dir. ab und zu denk ich mir so "die ist aber direkt", aber in deiner Einzigart ist das wunderbar.
    Meine Kleine ist bald 16 Monate und in 4 Monaten kommt ihr Bruder auf die Welt. Ich hab schon immer im Kopf: 4 Kinder und Kindergarten erst mit 3. Und dann kam die Übelkeitsphase in der Schwangerschaft und Komplikationen und seit dem weiß ich, dass ich nichts mehr weiß. Ich weiß, meine Pläne sind nicht in Stein gemeißelt und ich trage Verantwortung. Ich muss mich, die Kinder und im Notfall den kranken Mann versorgen können. Und wem nützt eine Mutter, die keine Kraft mehr hat? Mittlerweile gesteh ich mir häufiger ein, dass ich mir 4 Kinder überhaupt nicht mehr zutraue und gebe zu, dass ich ab und zu gern mehr Zeit für meine Selbstverwirklichung hätte. Ich gebe zu, dass ich manchmal nach dem duschen, wenn mein Mann daheim ist, einfach 5 Minuten auf dem Badezimmerboden sitze und nichts tue.

    Ich muss mal meine Mama fragen, wie sie das damals gemacht hat mit uns dreien...
    Fühl dich nicht allein. Wo du bist, müssen andere erst noch hinkommen.

  • #11

    Nici (Mittwoch, 01 Februar 2017 14:47)

    Wow echt toll geschrieben und mit Sicherheit sprichst du einigen Müttern aus der Seele, ob mit einem oder mehreren Kindern!
    Viele denke man sitzt nur zu Hause rum und tut den ganzen Tag nichts, aber ein Kind bzw Kinder zu erziehen ist ein richtiger Fulltimejob, natürlich gibt es auch relaxte Tage an denen alles super, fast schon wie von alleine läuft, aber da gibt es auch diese anderen Tage von denen du da berichtest... ja die gibt es und die gibt es mit Sicherheit bei jeder Mutter, es sind Tage an denen man sich wünscht sie wären schnell vorbei oder Nächte für die man sich wünscht sie würden nicht kommen...
    ich bin selbst Mutter eines 15 Monate alten Sohnes und ich habe mir das unschwanger und kinderlos auch alles anders ausgemalt. Letztendlich kommt es so wie es kommt....
    Wir haben die Eingewöhnung in der Krippe mit einem Jahr begonnen, es hat ihm auf Anhieb super gefallen, aber für mich war das ein sehr schwerer schritt. Ich stand also zwischen der Entscheidung mein Kind in "fremde" Betreuung zu geben oder zu Hause zu sein und in meinem
    Job hinterherzuhinken.
    Einige Mütter werden aus finanziellen Gründen nicht vor die Wahl gestellt, ob sie nach der Elternzeit arbeiten möchten oder nicht, sie müssen Geld verdienen und müssen daher auch diesen Schritt machen und ihr Kind für mehrere Stunden in eine Einrichtung zu geben. Ich habe mich mittlerweile damit arrangiert, mit der ganzen Situation.
    Ich bin in meinem Job in Teilzeit vor einem Monat wieder eingestiegen, mein Sohn geht täglich für ca 4 Stunden in die Krippe, macht seinen Mittagsschlaf zu Hause und der Nachmittag und Abend gehört ganz uns, als Familie!

  • #12

    Wendy (Mittwoch, 01 Februar 2017 14:48)

    Mein Sohn ist fast drei und geht ab 01.04 in die Kita. Davor war er schon 1 Jahr in der Krippe und dann 1 Jahr bei einer Tagesmutter. Das auch nur weil er autistisch ist und in der Krippe nicht gut aufgehoben war. Nun bin ich dann ab April 2015 wieder arbeiten gegangen, bis ich im Dezember eine Fehlgeburt hatt und lange krank geschrieben war. Im April 2016 eine stille Geburt und darauf hin auch wieder krank geschrieben. Bis ich Juli 2016 wieder arbeiten bin. Wollte mich endlich neu orientieren und selbst verwirklichen mit einer Weiterbildung & neuem Job. Nun bin ich just dann, wieder schwanger geworden. Meine Tochter kommt ende März. Ich freue mich auch sehr darüber, aber es versteht irgendwie keiner, wenn ich damit hadere und eigentlich wieder was für mich tun wollte. Ich freue mich aber tierisch auf das eine Jahr mit meiner Tochter, aber noch mehr wieder beruflich durch zu starten. Ich werde in der kommenden Elternzeit die Weiterbildung machen. Und mir einen neuen Job für April 2018 suchen. Mein jetztiger Arbeitgeber hatte mir vor der Verkündung dieser Schwangerschaft gekündigt. Die Kündigung war zwar durch den Kündigungsschutz ungültig, aber wieder dort hin kann ich nicht...
    Jedenfalls bin ich auch eigentlich von Anfang an der Meinung gewesen, dass 3 Jahre daheim nix für mich ist. Ging ja finanzielle auch nicht. Aber letztendlich bin jetzt doch schon sehr, sehr lange daheim und es zehrt sehr an mir. Es reicht mir einfach nicht. Ich fühle much glücklicher mit einem beruflichen Alltag, wenn auch nur 25-30 Std., aber die Abwechslung machts. Ich sag immer, ich bin am liebsten eine Teilzeit Mama. Was ich da für Blicke ernte ist nicht mehr schön. Aber wenigstens bin ich ehrlich!
    Ich kann dich also sehr gut verstehen, liebe Irina.

  • #13

    Daniela (Mittwoch, 01 Februar 2017 14:50)

    Danke, dass du so ehrlich bist, denn normalerweise berichten alle, wie toll A ist und Friede, Freude, Eierkuchen.
    Meine Kinder sind 4 und 1 , meine 4 jährige Tochter geht in den Kindergarten, ist aber sehr unglücklich dort, weint nur noch, will abends nicht einschlafen, weil sie morgens nicht in den Kindergarten will :-( Was soll ich machen? Sie zuhause lassen? Ich stehe es nicht durch mit beiden den ganzen Tag alleine. Ich habe keine Hilfe und gehe jetzt schon auf dem Zahnfleisch. Der kleine zahnt, wacht nachts oft auf. Ich habe Momente, in denen ich mich ins Bad einschließe und weine...
    Ich hoffe das wird bald besser, denn ich habe keine Kraft mehr

  • #14

    Meike (Mittwoch, 01 Februar 2017 15:08)

    Liebe Frau Massahudblock - Danke für deine Ehrlichkeit. Ich kann mir wahrscheinlich nur am Rande deine Erschöpfung vorstellen. Habe ich doch nur ein Baby. Aber auch ich merke, wie die schlechten Tage an einem zehren. Wie ich dann den Mann anmaule. Obwohl er überhaupt nichts gemacht hat. Und wie doppelt schlecht ich mich dann fühle. So sehr ich meinem Sohn liebe und so sehr er ein Wunschkind war - Fläschchen machen, aufräumen, Geschirrspüler einräumen und Wäsche abhängen und noch viel mehr - das ist auf Dauer auch nicht meine Welt. Ich habe mich auch gerne ausgepowert. Ich bin ein pünktlicher Mensch und liebe es Dinge on-time zu erledigen. Ich hoffe sehr, dass das irgendwann wieder klappt. Aber bis dahin muss ich wohl auch noch etwas durchhalten. Und hoffen, dass das funkeln in den Babyaugen ausreicht um mich weiterhin glücklich zu machen.

  • #15

    Tom (Mittwoch, 01 Februar 2017 15:28)

    Ich kann wahrscheinlich als Vater und Hauptverdiener ohne einen einzigen Tag Elternzeit nicht ansatzweise nachempfinden, was Du gerade durchmachst, aber auch mal unsere negativen Erfahrungen zum besten geben:

    Nach 1,5 Jahren Elternzeit hieß es für meine Frau wieder zurück in den Job. Das war so gewollt, nicht gemusst.
    Für die Kleine hieß das Kita von 8 - 15 Uhr. Für sie war das einfach die Hölle. Klar sie hat eine Freundin gefunden und auch zwischendurch Spaß gehabt, aber es war eigentlich viel zu früh.
    Dann kam noch ein berufsbedingter 850km Umzug mit entsprechendem Stress für die Eltern dazu, was darin mündete, dass unsere Tochter sich alle Haare rausriss.
    Am neuen Wohnort dann 10 Monate Tagesmutter. Das war jeden Tag ein Kampf. "Ich will da nicht hin"

    Jetzt mit 3 ist sie im Kindergarten und es geht ihr wieder gut. Jetzt ist sie weit genug.

    Ich will Dir nicht noch mehr schlechte Gedanken machen, aber aufzeigen, dass jedes Kind anders tickt. Wir hätten das nie so erwartet, weil sie immer in ihrer Entwicklung Gleichaltrigen voraus was.

    Kopf hoch, alles wird gut!

  • #16

    Isa (Mittwoch, 01 Februar 2017 15:33)

    Hallo Irina,
    Ein ehrlicher,toller Text!!! Mir geht es ein bisschen wie dir...nicht zwei unter zwei....aber eben auch noch mit dem Tochterkind (17 monate) zuhause. Der Sohn (4) geht in die Kita. Wenn er denn gesund ist.....und da gabs auch Phasen. Ich liebe es mit meinen Kindern. Von Herzen. Aber auch meine Arbeit. Das Denken. Den Austausch. Die Kaffeepause. Nicht Muttersein. Eine Mischung ist ideal. Bei meinem Sohn hab ich 2,5tage gearbeitet. Und Mann und Oma haben betreut. Das war perfekt. Ging nur diesmal nicht. So ist es ok. Und schön. Und ich werde im Herbst heulen und heulen,wenn das Tochterkind in die Kita kommt. Aber zwei ist ein gutes Alter. Und trotzdem. Es ist schwer den Weg zu finden. Und zu viel aramsamsam ist zu viel. Kenn ich. Und ich find jetzt mein Glück auch nicht in Hausarbeit. Nö. Hm. Aber schon bei den Kindern. Nur wären Pausen nötig. Mal abgeben. Nunja. Ich versuche den Fokus auf die schönen Dinge zu lenken. Die scheiß Phasen anzunehmen. Den die Zeit rast...und ich seh gerade,wie schnell man 4,5 wird...und groß und das alles nicht wieder kommt. Aber es ist scheiße anstrengend und hart Kinder zu haben! Und wunderschön. Und dieser Text ist wirr....aber eben hat das Tochterkind sich nur auf Autositz..sich selber...Rückbank und Puppe übergeben.sondern auch in meine Hand und auf mich. I like motherhood!

  • #17

    Marika (Mittwoch, 01 Februar 2017 15:35)

    Danke Frau Massa.
    Deine Ehrlichkeit rettet mir mal wieder Tag. Denn auch ich muss mir eingestehen, jeder hat seine eigenen Grenzen und wenn man diese akzeptiert dann wird auch immer alles Gut. Ich jongliere ständig mit Erwartungen - meinen und denen von anderen und versuche dann zum bestmöglichen Ergebnis zu kommen.
    Dir kann ich nur sagen, du machst es sooo gut. Auch wenn du die Hilfe die du jetzt scheinbar wirklich gebraucht hättest nicht bekommst, wenn die Wahrheit erstmal raus ist wird sich ein Weg finden etwas zu ändern. Und bis dahin bleibt uns Mama's ja immer noch das alte Mantra: " Es ist eine Phase, nur eine Phase...".

  • #18

    Mone (Mittwoch, 01 Februar 2017 15:56)

    Hallo Irina, du hast wieder ganz toll geschrieben und bist immer so schön ehrlich! Ich bin meist stille Leserin, aber hier möchte ich mich auch mal melden. Ich habe vier Kinder und beim ersten bin ich nach einem Jahr wieder arbeiten gegangen. Erst hat meine Mutter auf den Großen aufgepasst und nach einem halben Jahr ging er in eine Elterninitiative. Das war eine gute Entscheidung! Ich habe auch immer nur mit halber Stelle gearbeitet und meinen Job geliebt! Nach 2 1/2 Jahren kamen dann Kind 2,3 und 4. Auch hier hatte ich immer den Wunsch nach einem Jahr wieder arbeiten zu gehen und bin dann mit ein paar Stunden los. Die Kids gingen auch in die Kita und sind dort sehr zufrieden. Kleiner Rahmen, viele Erzieherinnen, tolle Betreuung! Nun sind wieder anderthalb Jahre um, ich arbeite mit etwas mehr als halber Stelke und mein Faszit ist, dass ich völlig gestresst und oft genervt bin. Ab Sommer reduziere ich wieder die Stunden, um mehr auf die Kinder eingehen zu können und ganz wichtig - auch mehr Zeit für mich haben zu können! Ich hoffe, du findest deinen Weg und kannst flexibel agieren, wenn es doch nicht so passt, wie du es dir vorgestellt hast!!

  • #19

    _stefanie_83 (Mittwoch, 01 Februar 2017 16:46)

    Hallo,
    Mein kleiner wird Mitte März 3j alt.wir warten noch bis Sommer Bis der kiga für und einen platz frei hat.leider ist der kleine auch in dieser schrecklichen mamaphase, wo ich mich nicht vom Sofa bewegen darf.wir sind den ganzen tag alleine, nachts ruft er auch gerne zum einschlafkuscheln.ich darf nie nur irgendwas alleine machen, das zehrt schon sehr an einem.anderseits toll das er mich so braucht! Aber ich möchte auch gerne das er sich etwas abnabellt und mit anderen spielt und Spaß hat.
    Ich versteh dich wirklich auch sehr gut.kopf hoch

    Liebe grüße

  • #20

    Christiane (Mittwoch, 01 Februar 2017 16:50)

    Ich kann dich nur zu gut verstehen, ungeplant schwanger geworden mit 16, mit 17 Mutter . 1. Ausbildung beendet , vom Vater der kleinen verlassen, dann babyzeit, dann kein Bock mehr auf den 1. Job gehabt also kam noch ne Lehre, dann im letzten Ausbildungsjahr schwanger geworden, toll, Prüfung adé, mein 1. Kind ist 9 steckt also mitten in der vorpubertät ... die 2. ist 7 Monate und braucht natürlich auch mich als Mutter. 2. Ausbildung trotz 2 Kinder mit sehr gut abgeschlossen, sollte eigentlich ein Grund zum feiern sein, aber nach feiern ist mir nicht. Ich bin sowas von ausgelaugt! Wenn man das wem erzählt kommt nur" hättest dir wohl früher überlegen müssen" aufbauend.... die große ist so uneinsichtig und treibt mich regelrecht fast täglich in den Wahnsinn! Die kleine hat zur Zeit die "ich schlafe nicht sondern terrorisiere mama " Phase ! und der herzensmann ist von früh bis spät arbeiten! Also ich kann dich zu gut verstehen und nachvollziehen!

  • #21

    Flora (Mittwoch, 01 Februar 2017 17:21)

    Super geschrieben! Ich denke du sprichst so vielen aus der Seelen, gerade denen die nichts sagen!
    Ich bewundere jede Mutter die so "schnell" das zweite bekommen haben, wobei ich zur Zeit auch mit dem Gedanken spiele, aber mich die Frage wie geht's dann weiter und was kommt danach noch zögern lassen.
    Egal wie eins habe ich gelernt und das war schon vor der Schwangerschaft klar, es ist nichts so wie man sich es vorstellt und "verlass dich auf andere und du bist verlassen"!
    Aber es kommen wieder bessere Tage und irgendwann bist du froh, dass es so gekommen ist.
    Halte durch!

  • #22

    Jen (Mittwoch, 01 Februar 2017 18:03)

    Du hast ein absolutes recht dich auch mal zu beschweren, es auszusprechen wie anstrengend jeder Tag zuhause ist. Ich habe den größten Respekt von Müttern die ihre Kinder komplett zuhause betreuen. Es wird sich sicher alles nochmal komplett ändern wenn Ida dann in die Kita geht.Das Ende naht also ;)

  • #23

    Nadia (Mittwoch, 01 Februar 2017 18:12)

    Liebe Irina,

    ein wirklich tollen Beitrag den du da geschrieben hast. Ich bin dazu geneigt ein ernst gemeintes "Danke" los zu werden. Ich dachte bisher immer das ich damit alleine da steh und das es nicht "normal" ist als Mutter so zu denken/fühlen. Deine Ehrlichkeit hat mir für die nächsten paar Tage geholfen in dieser Hinsicht nicht all zu streng mit mir selbst zu sein. Ich freu mich auch schon wenn meine zwei in die Kita gehen, aber bis dahin sind es bei Kind eins noch 6 Monate und bei Kind zwei 15 Monate.

    Liebe Grüße

  • #24

    Eigentlichauchegal (Mittwoch, 01 Februar 2017 20:10)

    Frau motherhood??? Wasn los? Haben die kleinen Terroristen dich fertig gemacht? Oder einfach kein Bier mehr zu Hause? Spaß bei Seite... könnt die jetzt auch erzählen, dass es hier ganz anders läuft... dass hier nicht täglich 14 Becher mit Apfelsaft umfallen (ja, meine Kinder dürfen Saft trinken), dass hier nicht die kleine Schwester selbstständig gewickelt wird wenn sie riecht und anschließend ohne Gebrauch der Feuchttücher in den Wäschekorb mit frischer Wäsche gesetzt wird, weil es ja so witzig ist... es ist auch nicht so, dass hier manchmal Verstecken gespielt wird und ich länger als nötig in meinem Versteck bleibe einfach weil ich dann mal Zeit für mich habe...AbEr scheisse ja, doch, genauso ist es!

    Und weißte was... so geht es allen!!!! Alle sitzen so am Tisch wie du auf dem Foto, mittlerweile sitze ich da so alle 4 Wochen- und mein Mann weiß dann eh schon Bescheid!
    Denn dann bekommt er alles ab... dann kommen sie Sätze: "ich will auch einfach gehen morgen" und " du hast doch eh deine Ruhe" ... aber in Wirklichkeit liegt es doch an dir und in dir... es langweilt dich und gleichzeitig überfordert es dich wahrscheinlich im Moment Mama zu sein... aber dann such dir was an dem du Spaß hast! Sport oder Yoga oder halt mal wieder einen Vollrausch im Apres-Ski oder so...

    Ich bin gern Mama, und gebe die 3 verrückten nur bissel "fremdbetreut" ab um noch schnell nebenher mein Studium fertig zu machen- leider noch nicht geschafft, wie du mit deinem Medizinischen-Dingsbumms da! ( an der Stelle Hut ab vor dir-geil gerockt!)
    Und dieses ständige funktionieren, zweifeln, pädagogisches richtiges Verhalten nervt... so richtig und immer! Und man denkt, so habe ich aber keinen Bock den Rest meines Lebens zu leben...
    Aber meine älteste (5) zeigt mir, dass diese verrückten -anstrengenden- nervigen- scheiss Tage, sich in Tage verwandeln in denen du seltsamer Weise kaum noch gebraucht wirst- und dann stehste da und denkst dir:"echt jetzt oder? Fühlt sich auch komisch an"
    So scheint das zu sein als MAMAaaaaaaaaaa

    Also arschbacken zusammen und rinn gehauen... ist scheisse manchmal, aber morgen -nach den heutigen 2-10 bier- geht's schon irgendwie wieder! Und die nächsten Tage beflügelt dich irgendwas wieder und du nervst uns mit so einem langweiligen "Home-Coach-Video" wie letzte Woche...

    Nicht aufgeben, morgen wieder mehr Lächeln!!!

  • #25

    KleineClau (Mittwoch, 01 Februar 2017 20:41)

    Liebe Irina,

    danke für diesen tollen und ehrlichen Beitrag.

    Ich hab zwar nicht zwei unter zwei (davor übrigens trotzdem Hut ab!), aber kenne solche Situationen und Gedanken. Meine Große ist gerade 3 Jahre geworden und der Kleine ist 9 Monate. Ich wollte immer so 2 1/2 Jahre Abstand zwischen den Beiden, hat dann halt etwas schneller geklappt. Mein Mädel hab ich mit 11 Monaten in die Krippe, da ich nur 1 Jahr Elternzeit genommen hatte. Die Eingewöhnung zog sich aber (aufgrund von dauernden abwechselnden Krankheitstagen ihrer beiden Erzieherinnen und unserer sehr guten Bindung). Somit bin ich dann nach 1 Jahr und knapp 3 Monaten wieder arbeiten gegangen, für 20 Stunden pro Woche (an 3 Tagen). Und das tat sooooooo gut! Nachdem ich dann 1 Jahr gearbeitet habe ging es in den Mutterschutz und dann Elternzeit für 2 Jahre. Die Krippe kann meinen Bub erst im September/Oktober aufnehmen, da ist er dann 1 Jahr und 4 Monate. Ich fürchte mich aber schon etwas auf die Zeit davor. Nur zuhause mit "anstrengendem" Kind, welches beschäftigt werden will ... Ab September wird die Große dann in den Kindergarten gehen und ich hoffe des klappt alles. Und wenn ich Glück habe kann ich dann ab Januar wieder mit 20 Stunden pro Woche, diesmal aber dann an 4 Tagen wieder in meinen Beruf einsteigen.
    Und übrigens deshalb Januar, weil ich natürlich etwas Puffer haben will zwischen der Krippen Eingewöhnung im Oktober und v.a. weil ich einfach mal etwas Zeit für mich möchte! Zudem werden meine zwei freitags einen halben Tag in die Kita gehen und ich mache an dem Tag nix (außer Haushalt, Arzttermine, etc. ... irgendwas ist ja immer) und meinem Hobby dem Nähen nachgehen.

    Diejenigen die 3 Jahre zu Hause bleiben bewundere ich, ich selbst könnte es nicht. Dann würde ich meine Kinder nur noch anraunzen.

    Ich wünsche Dir noch ganz viel Kraft!

    Lieben Gruß
    Claudia

  • #26

    humoriswennmantrotzdemlacht (Mittwoch, 01 Februar 2017 21:59)

    Huhu,also erst mal vielen Dank für deine ehrlichen Worte!wird man ja heut zu Tage scharf für kritisiert!aber wie du schon sagtest,es is nich alles Friede,Freude,Eierkuchen!ich bin jetzt grad mal 1 Monat in Elternzeit und genieße die Zeit auch mit meinem kleinen,ohne frage,aber bin manchmal doch etwas traurig darüber,ach was verschöner ich hier,hier darf man ja offen reden,bin ehrlich gesagt ziemlich verärgert,enttäuscht,sauer darüber,meinen Beruf bzw nicht mehr in meiner Stelle vor der Schwangerschaft arbeiten zu können.ich bin Erzieherin und habe in einer Wohngruppe für Kinder und Jugendliche gearbeitet,in der ich 5 Tage am Stück war(also auch mit Übernachtung)kann ich,logischerweise,mit Kind nicht mehr ausüben,nun muss ich zusätzlich zur kitasuche,die hier in Berlin sowieso echt schwierig ist,auch noch eine neue Stelle suchen.das kotzt mich gabz schön an.klar wusste ich das vorher,hätte aber nicht gedacht,dass mir meine Arbeit mal so sehr fehlen würde.(bin bereits seit April '16 zuhause).
    Es sollte mehr Beiträge geben wie deine!zumal ich das Gefühl habe bei mir hier in Friedrichshain leben nur "supermuttis"alle total healthy living und happy familymäßig unterwegs!am arsch!gefühlt will dir hier jede Mutter,die an dir vorbeiläuft mit ihrem Blick sagen"ich spiele jeden Tag pädagogisch wertvolle Spiele mit meinem Kind,ernähre mich nur gesund,gehe zum babyyoga,zur babymassage,Krabbelgruppe besuche ich auch täglich,führe eine glückliche Ehe,mein Mann geht arbeiten,kümmert sich trotzdem genauso um unser Kind wie ich und verdient dabei noch einen menge Geld etc"boah da könnt ich kotzen!anstatt man sich einfach mal anlächelt,da man dasselbe bzw ähnliche Erlebnis hinter sich hat und weiß wie sch...so eine Geburt ist!aber gut das is jetzt alles ganz schön viel und ich schweife ab!schreibe bitte weiterhin solch wahre und Realitätsnähe Texte!!!

  • #27

    Katja Syndikus (Dienstag, 18 Juli 2017)

    Darf ich dir Hoffnung machen? Meine Jungs sind auch 14 Monate auseinander und jetzt 13 und 14....ich garantiere dir die schlimmste Zeit ist rum....es wird besser, viel besser! Ganz liebe Grüße��