Geburtsbericht der lieben Doris @doros_diary

Einmal in die Hölle und zurück, bitte! –
Wenn nach der Geburt des Wunschkindes die Welt zusammenbricht

Die Geburt meines ersten Sohnes begann mit einem rausploppenden Sektkorken. Okay, in Wirklichkeit war es ein Blasensprung mitten in der Nacht. Aber es hat sich verdammt ähnlich angehört. Nachdem mir klar wurde, dass ich nicht versehentlich Pipi ins Bett gemacht habe, sondern dass das wohl der entscheidende Startschuss war für ein bevorstehendes sehr großes Ereignis, bin ich erstmal in aller Seelenruhe ins Bad … und hab mich geduscht, geschminkt und der Situation angemessene Klamotten rausgesucht. Schließlich kann man nie wissen, ob nicht völlig unverhofft  so ein zweiter George Clooney im Kreissaal vor einem steht. Da will man ja dann auch nicht gänzlich unvorbereitet sein. Vielleicht sollte ich dazu sagen, dass ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht mal den Hauch einer Wehe hatte. Im Übrigen auch rund 90 Minuten später in der Klinik nicht. Die Hebamme hat mir dann erstmal aufgetragen, ordentlich Treppen zu steigen und viel herumzulaufen, um die Wehen anzuregen. Das hat dann auch ganz gut funktioniert. Als ich mich dann schon etwas angestrengter den Klinikflur an einer dieser waagerecht angebrachten Haltestangen zurück Richtung Kreissaal hangelte, traf mein Mann einen ehemaligen Arbeitskollegen … und begann doch tatsächlich ein Pläuschchen mit ihm. Da mein immer bedrohlicher werdendes Keuchen den Männer gar nicht weiter aufzufallen schien, musste ich etwas deutlicher werden: „Also ich unterbreche euch ja wirklich höchst ungern, aber ich glaub, ich krieg gleich ein Kind!“
Im Kreissaal angekommen, wurde ich bereits von den ersten richtig heftigen Wehen geschüttelt. Und mir wurde schlagartig klar, dass ich eine PDA wollte. Und zwar SUBITO! Sonst würde ich diese Schmerzen nicht überleben, soviel stand fest. Das sollte allerdings ein recht schwieriges Unterfangen werden, da die Wehen nun bereits so schnell hintereinander kamen, dass der Arzt nicht genügend Zeit hatte, die PDA ordentlich zu setzen. Nachdem der Doc (von dem ich leider nicht mehr sagen kann, ob er wie George Clooney aussah, denn für derartige Feinheiten hatte ich unglaublicherweise gerade überhaupt keinen Nerv!) die Spritze nach dem sechsten missglückten Versuch wieder rauszog, wechselte die Gesichtsfarbe meines Mannes ins Grünliche und er musste „mal kurz vor die Tür“. Irgendwann hat es dann doch noch geklappt. Ich hatte eine PDA gesetzt bekommen, bei der man die Dosis selbst regulieren kann. Und naja, das nutzte ich gewissermaßen auch aus. Irgendwann war nicht nur der Schmerz der Wehen wie weggeblasen, sondern leider auch jegliches Körperempfinden. Ich war quasi halbseitig gelähmt. Logischerweise kann man bei den Wehen auch nicht wirklich mitarbeiten, wie es so schön heißt, wenn man sie nicht spürt. Aber hinterher ist man immer schlauer. Kurz und gut, nach 22 (!) Stunden Wehen kam es zu einem Geburtsstillstand. Und die Ärzte beschlossen, zur Sicherheit des Kindes einen Notkaiserschnitt durchzuführen. Was dabei aufkam, war so ziemlich das Gegenteil von Partystimmung. Aber gut, da konnte man jetzt eh nichts dran ändern, und andererseits ähnelten mein Mann und ich zu dem Zeitpunkt eher frisch aus der Gruft entstiegenen Zombies als seelig dreinblickenden werdenden Eltern. Die Hebamme – die dritte übrigens, weil wir ja alle Schichten mitgenommen hatten – war total süß und meinte, dass es dennoch ein unvergessliches Erlebnis sein wird, auch mit einem Kaiserschnitt. Mein Mann durfte mit rein in den OP. Zum Händchen halten. Gesehen hat er vom Eingriff selbst dankenswerterweise nichts, sonst wäre er mit Sicherheit weggekippt. Als der Winzling dann da war, hab ich ihn kurz zum Anschauen vor die Nase gehalten bekommen und wurde auch schon in einen Aufwachraum geschoben, der eher einer Abstellkammer glich. Und da lag ich dann mutterseelenallein im Halbdämmerzustand vier Stunden rum, um wieder Herr über meine Körperfunktionen zu werden nach der verdammten PDA. Später im Familienzimmer schwebte ich dann in einem Zustand höchster Glückseeligkeit. Konnte meinen Blick gar nicht mehr von diesem zauberhaften kleinen Wesen abwenden, mit diesem unendlich zarten Flaum an den kleinen Öhrchen, dass nun zu mir, zu uns gehörte. Das uns zu einer kleinen Familie machte. Unglaublich war das. Einfach schier unglaublich. Die Kaiserschnittschmerzen holten mich aber immer wieder unsanft auf den Boden der Tatsachen zurück. Das tat sowas von höllisch weh, dass es kaum auszuhalten war. Ich habe geweint vor Schmerzen. Noch drei Tage danach bewegte ich mich wie der Glöckner von Notre-Dame im Zeitlupentempo über den Klinikflur. Als äußerst frustrierend empfand ich auch, dass ich in den ersten Tagen noch nicht mal mein Baby hochheben konnte, ohne mich vor Schmerzen zu krümmen.

Die unschönen Erfahrungen während meiner ersten Geburt bewogen mich dazu, es 18 Monate später, bei der Geburt meines zweiten Sohnes, völlig anders zu machen: Geburtshaus, völlig ohne Hilfsmittel, auf so natürliche Weise wie es eben nur geht. Am allerliebsten hätte ich eine Hausgeburt gehabt mit einer Hebamme meines Vertrauens. Aber da fing es schon an: ich habe im ganzen Umkreis von Nürnberg, Fürth und Erlangen keine Hebamme gefunden, die das Risiko auf sich nehmen wollte nach einem vorherigen Kaiserschnitt. Alle wollten mir einreden, dass ein erneuter Kaiserschnitt in meinem Fall besser wäre, weil es sein könnte, dass die Narbe wieder aufplatzt bei den Strapazen einer natürlichen Geburt. Aber für mich stand fest: Never Ever tue ich mir so was freiwillig nochmal an!
Gut. Also dann eben Geburtshaus. Wobei ich meine Vorstellung, dass es da viel romantischer sei als in einer Klinik, auch ziemlich schnell beiseitegeschoben hatte. Es WAR zwar tatsächlich romantischer und wirklich sehr liebevoll eingerichtet. Aber als es dann losging, war mir das Ambiente sowas von schnurzpiepegal. Da hätte ich mein Kind auch in einer Besenkammer bekommen, wenn es hätte sein müssen.
Mein Vorhaben, es diesmal komplett ohne Schmerzmittel hinzubekommen, habe ich durchgezogen, aber gut, die hatten da ja auch nichts im Sortiment, was auch nur ansatzweise irgendwie hätte helfen können. Und ja, die Wehenschmerzen waren heftig, aber im Nachhinein betrachtet und mit denen eines Kaiserschnitts verglichen, würde ich mich jederzeit wieder für eine natürliche Geburt entscheiden. Theoretisch. Wenn ich heute nicht felsenfest davon überzeugt wäre, auf gar keinen Fall noch einmal schwanger werden zu wollen – aber dazu später mehr …
Mitten während des Geburtsvorgangs wurden auf einmal die Herztöne des Babys schlechter. Und zwar so schlecht, dass die Hebammen beschlossen, sicherheitshalber einen Krankenwagen zu rufen, der mich in die nächstgelegene Klinik fahren sollte. Mit Blaulicht und Tatütata. Trotz verabreichtem Wehenhemmer waren die Wehen während der Fahrt immer noch so stark, dass der Kleine um ein Haar im Krankenwagen zur Welt gekommen wäre. Nach fünf Minuten im Kreissaal war er dann da. Auf natürlichem Weg. Und ich war stolz wie Bolle. Denn es war schon wieder ein Notkaiserschnitt im Gespräch gewesen. Diesmal ging die Geburt im Vergleich zur ersten sehr schnell. Zu schnell. Insgesamt unter drei Stunden. Daher hatte der Kleine anfangs Probleme mit der Atmung und musste für zwei Wochen auf die Säuglings-Intensivstation, mit tausend Schläuchen und Kabeln an dem winzigen Körper. Seltsamerweise hatte ich aber keinen einzigen Augenblick wirklich Angst um ihn. Vielleicht wusste ich einfach vom ersten Augenblick an, dass er ein Kämpfer ist, so wie ich.


Was nach den Geburten meiner Söhne geschah …

Neun Monate trug ich das Glück in mir. Direkt unter meinem Herzen. Ich war nicht mehr nur ein Mensch, sondern zwei. Habe die Bewegungen eines kleinen Wesens in mir gespürt, das ich noch nicht kannte, von dem ich nicht wusste, wie es aussieht, wie es fühlt, was es mag und was es nicht mag. Und trotzdem war sie von Anfang an da: diese abgöttische Liebe für dieses ungeborene Menschlein.

Als der Kleine dann da war, wuchs dieses Glück und diese reinste, bedingungsloseste Form der Liebe, die es auf diesem Planeten wohl gibt –
die Liebe einer Mutter zu ihrem Kind – mit jeder Stunde, mit jedem Tag. Bei mir allerdings kam noch etwas anderes hinzu. Mein Körper hat das wilde Hormonchaos, das im Körper einer Frau nach einer Geburt abläuft, nicht geregelt bekommen. Er hat damit angefangen, so etwas wie eine körpereigene Droge zu produzieren. Dies hat dazu geführt, dass mein Körper immer mehr hochgefahren ist. Er hat sich in einen wahren Glücksrausch hochgeschraubt. Gefährlich daran war, dass dies ein ungeheurer Kraftakt für meinen Körper war, der mich unwahrscheinlich viel Energie gekostet hat. Ich habe sechs Tage und Nächte am Stück nicht geschlafen. Die Ärzte sagten, mein Körper muss sich unbedingt ausruhen, ich werde das nicht mehr lange durchhalten so. Sie haben mir ein Beruhigungsmittel gegeben, das theoretisch von der Dosis her ausgereicht hätte, um einen Elefanten ins Reich der Träume zu schicken. Bei mir hat das Zeug absolut nichts ausrichten können.
Schnell war klar, dass ich Hilfe brauche, und zwar so schnell wie möglich.

Blaue Blitzlichter zuckten über die Wände. Die Straße vor unserem Haus war versperrt von Notarzt, Krankenwagen, Polizei. Ich wurde eingeliefert. Zwangsweise. Als mir klar wurde, dass ich von meinem Baby weggebracht werden sollte, habe ich mich gewehrt wie eine Tigerin, die um ihr Junges kämpft. Zu dem Zeitpunkt war ich schon längst nicht mehr in der Verfassung, um beurteilen zu können, was jetzt das Beste für mich und mein Kind war. Drei Polizisten waren nötig, um mich festzuhalten. Im Krankenwagen wich plötzlich schlagartig alle Anspannung aus meinem Körper. Ich redete wie im Wahn. Ununterbrochen sprudelten Wörter und Sätze aus mir heraus. Völlig zusammenhanglos und wirr. Bilder explodierten in meinem Kopf: eine wilde Mischung aus Vergangenheit und Gegenwart wurde an die Innenseite meines Schädels projiziert. Gleichzeitig nahm ich jedes noch so kleine Detail um mich herum wahr: einer der Polizisten hatte an der rechten Hand nur vier Finger. Ich schaute ihm in die Augen und sagte etwas zu ihm. Ich kann mich nicht mehr an meine Worte erinnern, aber ich merkte, dass er mit den Tränen kämpfte. Ich verstand nicht warum. Aber ich war ihm unendlich dankbar, dass er die ganze Fahrt über meine Hand nicht losgelassen hat. Er war wie eine Rettungsleine für mich in die Normalität. Denn der Ort, an den ich nun gebracht wurde, war eine andere Welt, eine Parallelwelt, von der ich keine Ahnung hatte. Ich wurde mit Medikamenten vollgepumpt. Dichter, kalter Nebel umgab mich, hüllte mich ein und machte mich schwerelos, willenlos –  ein komatöser Zustand, aus dem ich erst nach und nach langsam wieder auftauchte. Erst eine gute Woche später konnte ich wieder einigermaßen klar denken. Und realisierte, wo ich gelandet war: Uniklinik Erlangen. Psychiatrie. Geschlossene Abteilung. – Erst jetzt wurde mir klar, dass mein Baby nicht bei mir war. Dass hier irgendetwas völlig schief gelaufen war.

Meine erste bewusste Maßnahme in der Klinik bestand aus Abkapselung. Selbstschutz. Ich habe mich völlig zurückgezogen, habe versucht, zu verstehen, was passiert war. Und konnte es nicht begreifen. Das Unbegreifliche lässt sich nicht analysieren, nur hinnehmen. Als der erste Schrecken über meine Situation verflogen war, habe ich relativ schnell zu meinem Optimismus und meinem Humor zurückgefunden und  damit begonnen, das zu machen, was ich auch sonst für gewöhnlich tue: das Beste daraus zu machen. Ich habe angefangen, mich den anderen Patienten gegenüber zu öffnen, ihre Nähe zu suchen, mit ihnen zu reden. Und ich habe schon bald festgestellt, dass es hier keine „Verrückten“ im landläufigen Sinne gab, sondern einfach nur Menschen mit verletzter, zerrissener Seele, die aufgrund ihrer Sensibilität an der Welt oder ihrem ganz persönlichen Schicksal zerbrochen sind. Die hier einen Schutzort gefunden haben. Manche für immer. Manche, um sich wieder hochzurappeln für die Anforderungen des täglichen Lebens, weil sie es ohne Hilfe nicht schaffen würden.

Als ich wieder einigermaßen ich selbst war, wurde die Dosierung der Medikamente langsam runtergeschraubt. Nach rund vier Wochen kam der Tag der Entlassung und mit ihm der Irrglaube, diesen surrealen Alptraum überstanden zu haben. Zuhause allerdings begann es mir dann erst, so richtig schlecht  zu gehen. Die Psychopharmaka, die ich auf ärztliche Anweisung hin immer noch nahm, rissen mich nach und nach in ein tiefes, schwarzes Loch. Es war ein schleichender Prozess. Ich fiel. Tiefer und tiefer. Da war nichts, woran ich mich festhalten konnte. Und als ich am Boden aufschlug, war alles weg: Meine Gefühle. Meine Emotionen. Meine Seele. Ich war tot. Innerlich. Ich befand mich irgendwo ganz weit weg. Ich habe auf nichts mehr reagiert. Nichts mehr wahrgenommen. Konnte mich nicht um mein Kind kümmern. Ich saß stundenlang einfach nur apathisch da und habe die Wand angestarrt. Und habe begonnen, darüber nachzudenken, gegen welchen Baum ich fahren soll. So wollte und konnte ich nicht weitermachen. Was mich immer wieder davon abgehalten hat, diesen letzten verzweifelten Schritt zu tun, war das tief in mir drin sitzende Gefühl, dass da jemand ist, der mich braucht. Der so klein ist, dass er nicht zurechtkommen wird ohne mich.  Aber in meinem Zustand war ich auch keine große Stütze. Es musste etwas passieren. Schleunigst.

Mit meiner letzten Kraftreserve habe ich dann beschlossen, das zu tun, was man auf gar keinen Fall tun sollte, niemals: Psychopharmaka einfach so abzusetzen. Und schon gar nicht ohne ärztliche Überwachung. Aber genau das habe ich getan. Ich hab diese ganzen verdammten Medikamente, die mir meine Persönlichkeit und meinen Lebenswillen geraubt haben, genommen und in den Müll geschmissen. In meinem Fall war das die Rettung. Aber es hätte auch schief gehen können. Die Ärzte waren not amused und hielten mir endlose Standpauken über meine Leichtsinnigkeit. 

Ich hab mich nach und nach wieder nach oben gekämpft aus diesem Sumpf. Diesem Loch, wo es keinen Funken Hoffnung gab, keinen sichtbaren Ausweg. Nichts, wofür es sich zu leben gelohnt hätte. Es war ein langer, mühsamer Weg. Aber ich habe es geschafft. Meinem Baby zuliebe, meiner Familie zuliebe. Mir selbst zuliebe. Weil ich das Leben vergöttere und ich mich nicht unterkriegen lasse.

18 Monate später wurde ich wieder schwanger – und habe diesen Höllentrip nochmal durchgemacht. Ganz bewusst. Die Ärzte haben mich auf das Risiko vorbereitet, dass mein Körper wieder verrücktspielen könnte durch die Hormonumstellung. Sie haben mir geraten, bereits während der Schwangerschaft Medikamente zu nehmen, um dies abzuwenden. Das war aber keine Sekunde lang eine Option für mich. Wenn, dann würde ICH das nochmal durchstehen. Mein Kind wollte ich da rauslassen. Und ich bin tatsächlich wieder in der Psychiatrischen Klinik gelandet. Neun Wochen diesmal. Allerdings wurde ich diesmal als therapierbar eingestuft, und durfte recht schnell auf die offene Station wechseln. Nach meiner Entlassung fiel ich nicht wieder in dieses Loch, wovor ich die allergrößte Angst gehabt hatte. Ich bekam andere Medikamente als beim ersten Mal, die offensichtlich besser anschlugen. Die Ärzte wissen bis heute nicht ganz genau, was mit mir los war. Sie konnten nur mit Sicherheit sagen, dass dieser „Kurzschluss“ durch die Hormonumstellung nach der Geburt ausgelöst wurde. Die Diagnose lautete „Postnatale Psychose“. Weniger als 2% der Frauen sind davon betroffen.

Rückblickend waren diese Episoden nach meinen beiden Geburten das krasseste und furchtbarste, was ich jemals erlebt habe, aber es hat mich auch geformt. Mich das Leben aus einer neuen Perspektive sehen lassen. Mich noch stärker gemacht. Mich neue Seiten an mir selbst entdecken lassen. Mich zum Umdenken bewegt: Nach der Elternzeit habe ich beschlossen, meinen alten Job als PR-Chefin hinzuschmeißen, um meine Zeit – nach meinem Empfinden – etwas Sinnvollerem zu widmen. Ich habe einen pädagogischen Bildungsweg eingeschlagen, um künftig mit Kindern arbeiten zu können. Sie stark für’s Leben zu machen, für sie da zu sein, ihnen wichtige Werte zu vermitteln… – eine, für mein Verständnis, hocherfüllende Aufgabe. Viele haben gesagt, dass ich spinne. Der gut bezahlte PR-Job, die Karrierechancen... Blablabla. Leute, die mich nicht wirklich kennen. Die nicht wissen, was mir im Leben wirklich wichtig ist. Und ich hab ihnen gesagt: "Wisst ihr was? Ich scheiß auf das Geld! Das werde ich nicht eines Tages mit ins Grab nehmen können. Aber das Gefühl, mein Leben für etwas Sinnvolles verwendet zu haben. Das bleibt mir. Für immer.“

Kommentar schreiben

Kommentare: 18
  • #1

    Christina (Freitag, 20 Januar 2017 07:45)

    Ich bin so geschockt, dass ich weinen musste. In der zweiten Schwangerschaft musste ich aufgrund eines Nervenzusammenbruchs ebenfalls mit in die Klinik. Ich wollte aber nicht ohne meinen Sohn - und ich musste zum Glück auch nicht. Ich wäre sonst wirklich verrückt geworden.
    Das, was du da durchmachen musstest und tatsächlich auch ein zweites Mal freiwillig über dich ergehen lassen hast - nein! Auf dich genommen hast - das ist unfassbar und unglaublich stark!
    Du hast meinen vollsten Respekt. Und es ist sehr schön zu lesen, was du daraus gemacht hast.

    Liebe Grüße!

  • #2

    Mia (Freitag, 20 Januar 2017 07:59)

    Respekt das du so offen darüber sprechen kannst. Ich kann es überhaupt nicht und werde es wahrscheinlich auch nie können.
    Alles gut dir und deiner Familie

  • #3

    Chaosfloh (Freitag, 20 Januar 2017 08:03)

    Oh wow, was für ein bewegender Beitrag!! Ich bin sprachlos, so viel Kraft in uns Frauen steckt!! Respekt dafür...

  • #4

    Anett (Freitag, 20 Januar 2017 08:40)

    Was für ein packender Bericht. Es bewegt mich sehr und ich ziehe meinen imaginären Hut vor dir!!!!! Ein hoch auf das Leben

  • #5

    Nicole (Freitag, 20 Januar 2017 09:03)

    Hättest du so vor einer direkten Menschenmenge gesprochen.. Die StandingOvations wären dir sicher! Danke, dass du so offen darüber berichtet hast... Es muss unglaublich schrecklich für dich und deine Familie gewesen sein und umso beeindruckender ist es, dass ihr und vor allem du es geschafft habt, das zu überwinden!

    Alles Liebe,
    Nicole

  • #6

    Jule (Freitag, 20 Januar 2017 10:01)

    Danke für diesen ehrlichen Beitrag. Ich bin noch keine Mama, habe aber eine phasenweise bipolare Störung erlebt, als ich mitten in der Pupertät steckte. Voller Homorne.
    3 Wochen geschlossene Abteilung, Krisenintervention. Danach 6 Monate in einer Tagesklinik und jahrelange Therapie. Heute geht es mir gut und ich kann nur sagen, ich bin dankbar für diese Zeit und ab diesem Zeitpunkt hat sich mein Leben völlig verändert - zum Guten und hingewendet zu mir. Wie du sagst, hat mich dieses Erlebnis geformt. Und auch in bin pädagogisch tätig, im beratenden Bereich. Weil ich weiß, wie wichtig Hilfe sein kann.
    Danke!

  • #7

    Fino (Freitag, 20 Januar 2017 13:19)

    Berührender Bericht...vielen Dank,dass du diese Erfahrung mit uns teilst.Ich habe großen Respekt vor dir!!!liebe grüße

  • #8

    Dani (Freitag, 20 Januar 2017 13:45)

    Oh Gott, wie schrecklich , was du durchmachen musstest und dann auch gleich zweimal... Ich wünsche dir alles Gute und das sich soetwas nichtmal ansatzweise wiederholt!

  • #9

    Marina (Freitag, 20 Januar 2017 13:52)

    Wahnsinn. Ich musste heulen. Du bist so stark. Bleib weiter so. Danke für diese Geschichte. Lg Marina

  • #10

    Jessica (Freitag, 20 Januar 2017 15:06)

    Liebe Doris,

    Wow einfach nur wow!
    Ich bin geschockt und berührt zu gleich. Ich musste jetzt echt weinen.....
    Ich bin sehr erfreut dass DU es so toll gemeistert hast .... Du bist einfach toll und mega stark und deine Jungs sind klasse und stolz auf Dich

  • #11

    leas_mama_30 (Freitag, 20 Januar 2017 15:25)

    Was für ein bewegender Bericht. Danke das du so offen darüber redest. Du hast meinen größten Respekt,das du es durchgestanden hast. Du bist eine verdammt starke Frau.

  • #12

    Doro (Freitag, 20 Januar 2017 17:51)

    Ihr Lieben, ich danke euch von ganzem Herzem für all eure lieben, ehrlichen, berührenden Kommentare zu meinem Beitrag! So gerne würde ich jeder Einzelnen von euch persönlich antworten. Dies ist allerdings nur im Rahmen von Instagram möglich. Vielleicht möchtet ihr mich ja dort besuchen ...
    @doros_diary
    Ich freue mich auf euch. Liebe Grüße Doro

  • #13

    Wiecze (Freitag, 20 Januar 2017 18:14)

    Mich hat das sehr berührt und bin wieder einmal erstaunt, wie viel Kraft Mütter haben. Ich danke dir für deine Offenheit und dein soziales Engagement!

  • #14

    Andrea (Freitag, 20 Januar 2017 19:39)

    Danke für den ehrlichen ungeschönten Bericht, es ist gut, auch mal solche Erfahrungen lesen zu können. Finde ich sehr beeindruckend und stark!

  • #15

    Lisa (Freitag, 20 Januar 2017 19:44)

    Ich bin noch keine Mama, kann also die Muttergefühle noch nicht verstehen und trotzdem musste ich bei diesem Bericht ziemlich doll weinen. Kenne so etwas ähnliches durch einen Fall in meiner Kita, in der ich gearbeitet habe. Es ist erstaunlich und großartig, wieviel Kraft du besitzt!Alles Gute!

  • #16

    Warner Castillo (Mittwoch, 01 Februar 2017)


    Thanks for sharing your thoughts about %meta_keyword%. Regards

  • #17

    Lula Selvy (Samstag, 04 Februar 2017)


    Wow, that's what I was seeking for, what a material! existing here at this website, thanks admin of this web page.

  • #18

    Janine (Freitag, 10 Februar 2017 09:45)

    Ich weine u kann grad kaum aufhören!!! Und ich fühle mich drei Jahre zurückversetzt!! Nach dem ersten Kind ging es mir nicht gut, aber es ist bei depressiven Episoden geblieben. Nach dem zweiten ging es mir ähnlich wie dir, bloß dass ich mit Hilfe der Neurologin, meiner Hebamme (die zweite, die erste wollte mich auch einweisen lassen) einer befreundeten Psychologin u einer weiteren Freundin, die Ähnliches durchgemacht hatten, um die Psychiatrie herum kam. Es war trotzdem die Hölle!! Rückblickend betrachtet, ist es wirklich als ginge es um einen fremden völlig verrückten Menschen, es ist echt kurios was da mit einem passieren kann!
    Nun hab ich es doch nochmal gewagt obwohl ich mir damals geschworen habe nie wieder!! Wunder nr drei ist unterwegs.. Und damit kommen die Ängste!! Auch ich habe mich dagegen entschieden prophylaktisch Medikamente einzunehmen, aber ich hab auch ne scheißangst.... Dein Bericht macht trotzdem Mut, wir kommen da wieder raus!!!! Danke! ❤️ Ach wenn ich nicht zu dämlich wäre Instagram zu schnallen, hätt ich dir dort geschrieben..