Gibt es etwas Spannenderes als einen Blog zu eröffnen?

Ja, einen zu haben. Denn wenn erst mal die Aufbau Phase –ähnlich wie bei Sims- abgeschlossen ist beginnt es erst, das Blogger Leben. Ich war ja immer der Cheater Typ“ Rosebud;!;!;!;!;!“. Um dann stundenlang die schönste Villa überhaupt zu erschaffen. Nur auf das eigentliche Lebenspielen hatte ich dann keine Lust mehr. Jetzt bei meinem Blog ist es anders. Fertiggestellt ist er. Die erste Kritikwelle hat er gut überstanden. Die erste Schlaflose Nacht wegen § 5 TMG habe ich auch überlebt. So und nun?

Schreiben was gelesen werden will um Bloglovinqueen zu werden? Eher nicht. Das wäre nicht echt. Nicht Irina. Nicht Motherhoodblog. Und wenn nicht? Dann Monolog auch hohem Niveau? Und wie genau bloggt man? Word öffnen und mit einem Glas Weißwein wie Carrie Bradshaw lasziv am Rechner hängen? Wohl kaum möglich im echten Leben.  Hat man eine kleine Liste auf vergilbtem Papier im Geldbeutel? Die man immer wieder ergänzt wenn einem beim Busfahren ein neues Thema einfällt? Scrippted man so einen Artikel ähnlich wie bei den Profi Snappern? Oder  schreibt man einfach drauf los und weiß beim Ersten Wort noch gar nicht wo dieser Post hinführt? So läuft es nämlich bisher. Ich schreibe einfach. So bin ich auch. Ich rede einfach. Und dann kommt meistens das dicke Ende, weil dein Gegenüber ja parallel hört während ich rede und wir beide gleichzeitig begreifen was gesagt worden ist.  Hier kann ich mein Freischnauze wenigstens noch mal lesen bevor ich es online gehen lasse. Und wenn ich meine Follower auf Insta richtig verstanden habe, ist es auch genau das was sie an mir schätzen. Die Authentizität. Auch ich benutze Filter und unterliege dem Zwang einen schönen Schnappschuss unbedingt zu posten. Aber ich renne nicht mit der Kamera dem Besten Bild hinterher. Ich posiere nicht für 4739 Selfies oder drapiere meine Kinder.  Einer schaut immer wie ein Brot und selten bin ich Instastandardselfiegemäß zu Recht gemacht. Aber das stört weder mich noch den großen Geist. Meine Instagram Aktivität würde ja sonst noch in Arbeit ausarten. Ich habe weder vor mir auf YouTube ein Tutorial anzuschauen noch andere Muttiblogs zu kopieren. Obwohl, und jetzt kommt’s: Das ein oder andere Muddikampf Thema werde ich wohl oder übel auch aufgreifen, weil es mich einfach so nervt. Und man sich den ein oder anderen Kommentar auf der Instaapp ja schon verkneift. Es brodelt in meinem Kopf so viel Ideen und Ansätze schwirren dort umher. Ich freue mich über jeden Denkanstoß und eure Geschichte in den Kommentaren. Wie habt ihr euren Blog begonnen? Wie schreibt ihr? Und an die Nichtblogger: Was wollt ihr lesen. Was erwartet ihr? Soll ich euch von meinem Mikrowellengericht erzählen und wie ich es aufgewärmt hab? Die Grad Zahl und Minuten aber nicht auf Insta sondern nur hier versteckt auf dem Blog mitteilen?

 

Ich für meinen Teil werde ohne Einmischung von außen, wohl so weitermachen. Wenn ich Zeit und Lust habe Word öffnen. Und wie ich mich kenne, ohne große Korrektur in den Äther senden…

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Kommentare: 1
  • #1

    Readmorethatmakesyouhappy (Dienstag, 06 September 2016 20:37)

    Ich bin großer Fan von eurem Haus, weil wir auch ein altes Häuschen gekauft haben und ich hätte echt mal gerne was dazu gelesen und vielleicht einen kleinen Einblick in den ein oder anderen Raum. Nicht alles, eventuell ein paar kleine Details. Also falls das was wäre, eure Story rund ums Haus.

    Ich persönlich hätte mir unser Haus aufgrund der Anzeige niemals nie angeschaut, aber ich wurde, glücklicherweise gezwungen und habe mich gleich verliebt